Ex-Landtagsabgeordneter wirft nach 32 Jahren das Handtuch

Bergmann tritt aus SPD aus

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Ralf Bergmann war zehn Jahre lang Mitglied des Landtages.

ct Hohenberg-Krusemark /Stendal. Er war Sozialdemokrat mit Leib und Seele. Der SPD gehört Ralf Bergmann nun aber nicht mehr an. „Er ist vor kurzem aus der Partei ausgetreten“, bestätigt Kreisvorsitzender Oliver Fleßner auf Nachfrage der AZ.

Zu Einzelheiten und Hintergründen möchte sich Fleßner nicht äußern. Bergmann selbst war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Noch vor kurzem hatte Bergmann in einem Gespräch mit der AZ erklärt, dass für ihn, trotz einiger Kritik am Kurs auf Landes- und Bundesebene, ein Austritt nicht in Frage käme. „Man ist immer stolz, in der SPD zu sein, was nicht heißt, immer glücklich damit zu sein“, so Bergmann und weiter: „Man muss in der SPD sterben, nicht austreten.“

Der gebürtige Dortmunder ist ein sozialdemokratisches Urgestein. Mit 23 Jahren trat er 1985 in die SPD ein. Mitte der 1990-er Jahre kam er aus beruflichen Gründen in die Altmark. Er war seit 1998 Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Hohenberg-Krusemark und mehrere Jahre lang SPD-Kreisvorsitzender im Landkreis Stendal. Er war auch Bürgermeister seines Heimatortes und Mitglied des Kreistages. Von 2006 bis 2016 gehörte er dem Landtag an.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Landesparlament blieb er als Ortsvereinsvorsitzender aktiv und meldete sich zu aktuellen politischen Themen zu Wort. Insbesondere die Wiederaufnahme des Magdeburger Oberbürgermeisters Lutz Trümper, der zuvor die SPD im Streit verlassen hatte, kritisierte Ralf Bergmann scharf. Nun ist er selbst gegangen.

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