Stadtentwicklung: Planungsbüro stellt Empfehlungen für Wittingen und Knesebeck vor

Ein später Nutzen der Teilung?

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Laut dem Planungsbüro sollte die Stadt Wittingen die Nähe zur ehemaligen Grenze nutzen.

Wittingen. Die Stadt Wittingen soll bei ihrer touristischen Entwicklung stärker auf die ehemalige innerdeutsche Grenze setzen – das ist einer der Vorschläge, die das Planungsbüro Ackers jetzt dem Wirtschaftsausschuss gemacht hat.

In dessen jüngster Sitzung ging es einmal mehr um die erhoffte Aufnahme ins Städtebauförderungsprogramm.

Der Entwurf für ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept beinhaltet die Kernstadt Wittingen und den innerörtlichen Bereich von Knesebeck. Nachdem die Aufnahme Knesebecks in die Städtebauförderung mittlerweile als unwahrscheinlich beurteilt wird, soll ein entsprechender Antrag nur für Wittingen gestellt werden. Für Knesebeck sollte stattdessen die Aufnahme ins Dorfentwicklungsprogramm beantragt werden. Der Ausschuss empfahl dies anschließend einstimmig.

Das Büro Ackers unterteilt in seinem Konzeptentwurf die gesamtstädtischen Entwicklungsschwerpunkte in drei Bereiche: Siedlungsentwicklung, landschaftliche Entwicklung und „Vernetzungsentwicklung“.

Mit Blick auf die Siedlungsentwicklung schlugen die Vertreter des Büros vor, man müsse Grenzen zum Schutz der Landschaft setzen. Zum Thema landschaftliche Entwicklung regten sie an, den geschichtlich bedeutsamen Grenzweg erlebbarer zu machen und touristisch nutzbar zu gestalten. So könnten zum Beispiel Wanderrouten entlang der ehemaligen Grenze ausgebaut und ausgeschildert werden, hieß es. Zwecks besserer Vernetzung müsse das Radwegenetz verbessert und ausgebaut werden. Die Vertreter des Planungsbüros verweisen zudem darauf, dass eine Nachnutzung der ehemaligen OHE-Trasse wichtig sei – entweder als Radweg oder womöglich auch mit Draisinen.

Die empfohlenen Maßnahmen im Entwicklungskonzept für die Wittinger Innenstadt Wittingen sind die Sicherung des historischen Zentrums in seiner baulichen Substanz und die Aufwertung der Stadteingänge. Hinzu kommen als Ziele die Einrichtung von kostenfreiem, öffentlich zugänglichem W-Lan, die Behebung von Leerständen, die Ansiedlung von Gastronomie an öffentlichen Plätzen und das Angebot eines Anlaufpunktes für Touristen. Außerdem wird empfohlen, historische Fachwerkfassaden wiederherzustellen und stadtbildprägende Gebäude zu sanieren und zu modernisieren.

Maßnahmen in Knesebeck

In Knesebeck beziehen sich die empfohlenen Maßnahmen hauptsächlich darauf, dass die historische Mitte Knesebecks mehr Zuwendung erhalten sollte. Außerdem sei die Erhaltung und Weiterentwicklung der traditionellen Nutzungsvielfalt im Ortskern wichtig. Vorgeschlagene Einzelmaßnahmen sind, unter anderem, die Sanierung der Holzbrücke über den Knesebach und die Teilsanierung des Schützenhauses.

Die Anträge auf Städtebauförderung beziehungsweise Dorfentwicklung sollen für Wittingen zum 31. Mai und für Knesebeck zum 1. August gestellt werden. Was die Verwaltung für unrealistisch hielt, da für Knesebeck schließlich unter anderem noch Partner gefunden werden müssten.

Laut dem stellvertrenden Ausschussvorsitzenden Matthias Rönneberg (CDU) sollte der Beschlussvorschlag zunächst einmal auf den Weg gebracht werden. Über die genauen Zeitpunkte könne man in der kommenden Zeit noch beraten.

Von Alina Pleuß

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