Ortsrat beschließt Verkauf von Spielplatz: Erlös soll jungen Wittingern zugute kommen

„Die Jugend kommt zu kurz“

Der Ortsrat ist sich einig: Der Erlös des Spielplatz-Verkaufs soll den Kinder und Jugendlichen in Wittingen zugute kommen. Foto: dpa
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Der Ortsrat ist sich einig: Der Erlös des Spielplatz-Verkaufs soll den Kinder und Jugendlichen in Wittingen zugute kommen.
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Wittingen. Aufgrund einer Kaufanfrage für das ehemalige Spielplatzgrundstück „In den Heuwiesen“ wurde im Wittinger Ortsrat eine Diskussion zum Thema Jugendförderung angeregt.

Im April dieses Jahres hatte sich eine Interessentin an die Verwaltung gewandt und angefragt, ob das betreffende Grundstück zu erwerben sei. Die Stadt Wittingen ist zur Zeit der offizielle Eigentümer der Fläche. Bei dem 1691 Quadratmeter großen Grundstück handelt es sich um einen ehemaligen Spielplatz. Dieser ist jedoch nach Angaben von Günter Kruse von der Verwaltung bereits seit Jahren nicht mehr im Betrieb. Da zwei Straßen weiter der Spielplatz „Schillerstraße/Wilhelm-Busch-Straße“ als Alternative besteht, sehe man auch keine zukünftige Nutzung mehr als Spielplatzfläche an den Heuwiesen.

„Das Grundstück wurde im Flächennutzungsplan nie als Spielplatz festgesetzt, es war offiziell immer als Wohngebiet gekennzeichnet. Daher wäre bei einem Verkauf eine F-Plan-Änderung nicht nötig“, erklärt Kruse. Es müsse nur entschieden werden, wie das Grundstück nun künftig behandelt und genutzt werden kann.

Thomas Lemke (Grüne) betonte: „Wenn wir das Grundstück verkaufen sollten, müsste das eingenommene Geld eigentlich zweckgebunden für die Kinder und Jugendlichen im Ort geparkt werden.“ Auch Hildrun Mitschke (SPD) erinnerte sich, dass vor einiger Zeit bereits eine Anfrage vorlag – von Jugendlichen, die auf der Fläche gerne einen Skaterpark eingerichtet hätten. Da die Kids ihre Pläne jedoch nie im Ortsrat vorgestellt hatten, verlief sich der Plan wieder. Auch sie fände es wichtig, das Geld des potentiellen Verkaufs in die Nachbereitung zu stecken.

Jörg Friedrichs (CDU) stellte jedoch die Frage in den Raum, ob Spielplätze überhaupt noch Sinn machten. „Wäre es nicht logischer, die Spielplätze, die nicht mehr gebraucht werden, auszusondieren und zu verkaufen? Diese Spielflächen werden kaum noch von den Kindern frequentiert.“ Lieber solle man, wie die Ratskollegen bereits angebracht hätten, das Geld aller Verkäufe sammeln und den Jugendlichen das in irgendeiner Form zurückgeben. „Die Jugend in Wittingen wird vernachlässigt.“

Ortsbürgermeister Matthias Rönneberg formulierte daraufhin den Beschlussvorschlag so, dass einem Verkauf des ehemaligen Spielplatzes „In den Heuwiesen“ zugestimmt wird, sofern der Erlös zweckgebunden für neue Spieleinrichtungen für Kinder und Jugendliche eingesetzt wird. Der Ortsrat entschied sich einstimmig für den Beschluss.

Von Alina Pleuß

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