Lüben präsentiert sich in dieser Woche wieder als Austragungsort für die kreative Werkstattwoche

Inspiration direkt vor der Tür

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Dutzende Kunstwerke werden innerhalb der Woche erschaffen.

Lüben. Wenn Kunst, internationale Zusammenarbeit, Kommunikation, Spaß, Inspiration und gemeinsames Wirken im Mittelpunkt stehen, dann heißt das: Es ist wieder Zeit für die Internationale Werkstattwoche in Lüben.

21 Künstler aus 12 Ländern reisen auf Einladung des Wittinger Kulturvereins an, um vom 21. bis 31. Juli ihre ganz persönlichen Erfahrungen zu machen. Die Künstler wählen ein übergreifendes Thema aus, das in unterschiedlicher Form umgesetzt wird. In diesen zehn Tagen leben und arbeiten die Künstler in Lüben.

Wie Mitorganisatorin Natascha Engst-Wrede erklärt, sei der Moment der Themenwahl immer besonders amüsant. Dadurch, dass die Künstler aus aller Welt kommen, stellt die sprachliche Verständigung so manche Schwierigkeit dar. Allerdings sei umso schöner zu sehen, wenn sich die Teilnehmer mit Hand, Fuß, Gestik und Mimik verständigen – zum Teil eben auch direkt über die Kunst. Im Laufe der Woche entstehen neben Fotografien, Plastiken und Installationen auch Malereien und vieles mehr.

Auch Jugendliche nehmen an dem Projekt teil.

Das Atelier, wo sie sich künstlerisch auslassen können, suchen sich die Teilnehmer selbst aus. Und das kann wirklich überall sein. Es sei dann ganz normal, wenn Anwohner mit dem Trecker durch das Dorf fahren und plötzlich ein Künstler auf dem Acker steht und malt. Diese offene, unbeschwerte Atmosphäre ziehe sich laut Engst-Wrede durch die gesamte Zeit. Eine Zeit, in der Lüben für die Künstler zu einer eigenen kleinen Welt werde. „Man ist abgeschottet und kann sich nur auf die Kunst und die inspirierenden Menschen konzentrieren“, so Engst-Wrede. Auch Imke Wolter, die Gastwirtin der Lübener Tenne, wo die Künstler bewirtet werden, stimmt zu: „Für viele von den teilnehmenden Künstlern ist die Reise zur Werkstattwoche mittlerweile, wie nach Hause zu kommen.“

Die insgesamt 21 Künstler reisen aus Ägypten, Brasilien, China, Deutschland, Georgien, Israel, Italien, Lettland, den Niederlanden, Polen, Russland und Taiwan an.

Auch Wittingens Stadtbürgermeister Karl Ridder schätzt die Werkstattwoche in Lüben sehr als kreative Möglichkeit zur Kommunikation: „Das ist ein klasse Projekt. Auch die Künstler der letzten Jahre waren immer äußerst zufrieden.“ Die regionale Künstlerin Doris Weiß sieht darin zudem eine Form der Völkerverständigung. „In solch verunsicherten Zeiten ist es wichtig, mit einer gemeinsamen künstlerischen Arbeit ein Zeichen für das Miteinander zu setzen. Die Lübener Werkstattwoche ist gelebte Völkerverständigung.“

Nach einer Woche intensiver Auseinandersetzung mit der Arbeit und dem Thema findet am Samstag, 29. Juli, die Eröffnung der Werkstattausstellung in der Lübener Tenne statt. Anschließend werden bis 22 Uhr die Arbeitsergebnisse an verschiedenen Orten im Dorf präsentiert. Am Sonntag, 30. Juli, öffnet die Ausstellung von 10 bis 19 Uhr. Ab 17 Uhr gibt es dann ein Konzert der Gruppe „Sonja und Esther“ in Begleitung von Marc Ward in der Lübener Tenne. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

Zudem gibt es während der Werkstattwoche am Donnerstag, 27. Juli, wieder einen Schülertag. Einige Schüler aus der Region bekommen so die Gelegenheit, an dem Symposium teilzunehmen.

Von Alina Pleuß

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