Wirtschaftsausschuss empfiehlt einstimmig: Wittinger Hafen soll nach Osten wachsen

Erweiterung für acht Millionen Euro

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Die Standortanlyse besagt, dass der Wittinger Hafen am besten nach Osten hin erweitert werden soll.

Wittingen. Bereits im letzten Jahr gab der Wittinger Wirtschaftsausschuss für eine Standortanalyse und Entwicklungsstudie am Wittinger Hafen grünes Licht.

Diese sollte feststellen, welche Strategie bei der Schaffung zusätzlicher Gewerbeflächen in Hafennähe am zielführendsten ist: Richtung Osten oder Richtung Süden?.

In der Ausschusssitzung am Mittwoch wurde die Empfehlung nun vorgestellt: Die seinerzeit damit beauftragte Firma Competence in Ports and Logistics (c-pl) aus Lübeck sieht bis 2030 einen konkreten Erweiterungsbedarf für das Hafen- und Industriegelände Wittingen, in einer Größenordnung von 15 bis 25 Hektar. Dieser Erweiterungsbedarf sei, laut c-pl-Vertreter Thomas Brauner, autobahnaffin und sollte in Richtung Osten erfolgen. Dennoch sei die Fläche im Süden des Hafens laut Brauner „auf jeden Fall als wichtige Reserve des Hafens zu sehen.“ Man solle diese auf keinen Fall für Geschäfte unabhängig des Hafens verbrauchen.

Nach 2030 werde, laut Brauner, die Flächennachfrage durch den Lückenschluss der A39 und durch die Schleuse Lüneburg auf einem erhöhten Niveau bleiben. „Hierfür könnte dann gegebenenfalls langfristig auch eine Erweiterung in Richtung Süden sinnvoll sein.“ Dies könnte man jedoch erst nach 2030 genauer sagen.

Empfohlen wurde schließlich, 20 Hektar Entwicklungsfläche als Gewerbegebiet bereitzustellen und dieses straßenseitig über eine separate Zufahrt direkt an die B 244 anzuschließen.

Handlungsbedarf bestehe laut der Studie außerdem im existierenden Hafengebiet. Dort wird von c-pl aufgrund der Ergebnisse der Studie unter anderem die Etablierung eines Ganzzugumschlages empfohlen. „Außerdem ist durch den Flächenerwerb der Firma Butting eine Lösung für einen leistungsfähigen Projektladungsumschlag mit ausreichenden Handling- und Vorstauflächen im Bereich des existierenden Hafengebiets notwendig“, erklärt Brauner weiter.

Für das Erweiterungsgebiet Ost liegt die Grobkostenschätzung laut der Studie bei 7 937 000 Euro. Die erwarteten Erlöse aus den 20 Hektar vermarktbarer Fläche liegen laut der Prognose jedoch bei fünf bis sechs Millionen Euro. „Dadurch hätten wir eine Deckungslücke von 1,9 bis 2,9 Millionen Euro. Und durch eine potenzielle Kofinanzierung könnten die Kosten noch weiter minimiert werden.“ Doch man war sich einig, dass man diesen Punkt zu einem späteren Zeitpunkt näher besprechen sollte.

Ein Ziel sei es, erste Ansiedlungen in dem empfohlenen Gewerbegebiet in östlicher Richtung ab 2020/2021 zu ermöglichen. Außerdem empfehle man, die WSA-Liegestelle in eine Kai-Kante für Hafenumschläge umzuwandeln, um damit den Standort attraktiver zu gestalten. Ebenfalls sei die Errichtung einer Ladestraße für Ganzzüge zu empfehlen.

Der stellvertretende Ausschussvorsitzende Matthias Rönneberg resümierte das Konzept als schlüssig und schlug vor, der Standortanalyse und der Entwicklungsstudie zuzustimmen. Der Ausschuss sprach sich einstimmig dafür aus.

Von Alina Pleuß

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