Statistisches Landesamt: Weniger Übernachtungen und Gäste in Niedersachsen

Tourismus im Kreis: Rückgang

Auch wenn man im Landkreis prima Fahrrad fahren kann: Die Südheide Gifhorn hat 2016 weniger Gäste in der Region verzeichnet als im Vorjahr. Symbolfoto: dpa
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Auch wenn man im Landkreis prima Fahrrad fahren kann: Die Südheide Gifhorn hat 2016 weniger Gäste in der Region verzeichnet als im Vorjahr.
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Landkreis Gifhorn. Weniger Tourismus in Niedersachsen? Laut Angaben des Landesamtes für Statistik ein „vorläufiges Ergebnis“.

Denn die Übernachtungen und Urlaubsgäste sind weniger geworden: Die Zahl der angekommenen Gäste im November 2016 ist um 0,9 Prozent im Vergleich zum November 2015 zurückgegangen. Die Zahl der gebuchten Übernachtungen sank außerdem im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 1,9 Prozent. Doch wie sieht das im Landkreis Gifhorn aus?.

„Die Zahlen der Übernachtungen und der Gäste sind im Landkreis Gifhorn in den letzten Jahren eigentlich relativ konstant geblieben“, meint Jörn Pache von der Südheide Gifhorn GmbH. Im Vergleich zum Jahr 2015 jedoch gab es einen deutlichen Einbruch. Während kreisweit im Jahr 2015 insgesamt 131 750 Ankünfte verzeichnet wurden, waren es in 2016 lediglich 123 356. Das ist ein Rückgang von 6,4 Prozent. Im Bereich der Übernachtungen sieht das nicht viel anders aus: Laut Angaben der Südheide Gifhorn gab es in 2015 insgesamt 378 105 Übernachtungen, im Jahr 2016 nur noch 347 211. Was einen Rückgang von 8,2 Prozent bedeutet. Die Ganzjahreszahlen der Südheide beziehen sich auf die Monate Januar bis November.

Im Nordkreis gibt es einen deutlichen „Spitzenreiter“ beim Rückgang, wenn man die Zahlen für November 2016 zugrundelegt: Wesendorf. Denn bei den Gäste-Ankünften war im Vergleich zum November 2015 ein Rückgang von 35,5 Prozent zu erkennen. Bei den Übernachtungen beträgt der Rückgang zum Vorjahresmonat in Wesendorf 31,4 Prozent. Auch in Wahrenholz, der Sassenburg und der Stadt Gifhorn gab es starke Rückgänge im Vergleich zum Vorjahresmonat 2015. In der Stadt Wittingen beträgt der Rückgang bezüglich der Ankünfte lediglich 0,2 Prozent.

„Über die Gründe für den Rückgang lässt sich nur mutmaßen“, erklärt Pache. Er führt jedoch den Gedanken an, dass es zum Teil mit der VW-Krise zusammenhängen könnte. „Für unsere Region rechnen wir mit einem Anteil von rund 50 Prozent Geschäftsreisetourismus. Daher wäre die VW-Krise ein weiterer denkbarer Grund für den Rückgang.“

Außerdem ist die Anzahl der geöffneten Betriebe, die vom Statistischen Landesamt erfasst werden, für den Bereich der Südheide Gifhorn von 85 auf 78 gesunken. Das seien also etwa 8,2 Prozent. „Was sich natürlich auch auf die Übernachtungszahlen niederschlägt.“

Von Alina Pleuß

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