Minus von neun Prozent bei den Übernachtungs- und Ankunftszahlen in 2016

Landkreis Gifhorn unbeliebt?

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Das Mühlenmuseum Gifhorn ist ein attraktives Ziel im Landkreis für Touristen.

Landkreis Gifhorn. So wenige Übernachtungen und Ankünfte im Landkreis Gifhorn waren es seit 2011 nicht mehr: Im Vergleich zum Vorjahr gab es im Jahr 2016 ein Minus von 9 Prozent bei den Übernachtungen. Warum ist der Landkreis Gifhorn plötzlich so ungefragt geworden?.

Jörn Pache, Teamleiter in der Touristikinformation Südheide Gifhorn, erklärt sich den Hauptgrund für das Minus so: „Der Abgasskandal von VW spielt dabei vermutlich eine große Rolle. Ungefähr 50 Prozent der Reisen in der Region sind Geschäftsreisen. Seit dem Skandal gab es in dem Bereich einen deutlichen Rückgang.“ Laut Pache seien 4,7 Prozent von den 9 Prozent ausländische Gäste, die die Region nicht mehr aufsuchen. Dies sei ein Indiz dafür, dass es innerhalb des letzten Jahres einen Rückgang im Geschäftsreisetourismus gab. „Außerdem erfasst die Statistik nur Hotels mit mindestens 10 Betten. Die Ferienhäuser und Ferienwohnungen sind da gar nicht mit drin“, erklärt Pache. „Wenn ich unsere Buchungen von 2016 betrachte, die Ferienwohnungen und dergleichen betreffen, sehe ich da keinen so starken Rückgang.“

Schließlich biete der Landkreis ja auch eine umfangreiche Palette an Möglichkeiten. Pache verweist dabei auf die vielseitigen Sehenswürdigkeiten, die „großen Leuchttürme“ wie das Mühlenmuseum in Gifhorn, das Otterzentrum in Hankensbüttel, die vielen Museen, die Gifhorner Heide sowie den Tankum- und den Bernsteinsee. „Der Landkreis Gifhorn bietet die besten Voraussetzungen für einen schönen Natururlaub.“

Auch der Rad- und Wanderurlaub ist laut Pache besonders durch den Aller-Radweg ein attraktives Ziel für Touristen. Für Fahrradfahrer gebe es zudem am Schloss in Gifhorn eine kostenlose E-Bike-Ladestation. Man wünsche sich für die Zukunft, den Radtourismus durch bessere Radwege und Ausschilderungen noch attraktiver gestalten zu können.

Von Alina Pleuß

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