Schulausschuss diskutiert Investitionen / Voitzer können aufatmen: In diesem Jahr wird an der Grundschule eingeschult

Verschuldung zunehmend Problem in Brome

Die Sanierung der Grundschule in Brome soll voraussichtlich im Mai beendet sein.
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Die Sanierung der Grundschule in Brome soll voraussichtlich im Mai beendet sein. Foto: Archiv

Brome. Große Investitionen stehen in diesem Jahr im schulischen Bereich für die Samtgemeinde Brome an: Bei der Sitzung des Schulausschusses im Rathaus ging es jetzt um den Haushalt 2017.

Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann führte die Mitglieder in die Thematik des Haushaltes mit einer Powerpoint-Präsentation ein. Dabei erklärte sie, dass der Ergebnishaushalt 2017 ausgeglichen sei. Um den Finanzhaushalt stehe es jedoch nicht so gut: „Wenn der Haushalt so beschlossen wird, müssen wir einen Kredit aufnehmen.“ Durch die Kreditaufnahme sei der Finanzhaushalt wieder ausgeglichen. „Dennoch ist unser Ziel, das Kreditvolumen zu reduzieren“, erklärt Peckmann. Bei der Darstellung der Hauptinvestitionen der letzten Jahre stand die Grundschule Brome an der Spitze: Von 2014 bis 2017 wurden hier die größten Investitionen getätigt.

Von der Beurteilung der Finanzlage durch die Kommunalaufsicht konnte Peckmann wenig Gutes berichten: „Laut der Kommunalaufsicht haben wir eine angespannte finanzielle Situation. Das Thema Verschuldung wird zunehmend zu einem Problem.“

Insgesamt wurden für den Zuständigkeitsbereich des Schulausschusses Auszahlungen in Höhe von 2 716 300 Euro für den Haushalt 2017 angemeldet. Dem gegenüber stehen geplante Einzahlungen in Höhe von 371 000 Euro.

Die großen Investitionen: Für den Abschluss der Grundschulsanierung Brome sind 600 000 Euro eingeplant. Diese Kosten betreffen laut Peckmann die Außenanlagen und den Bauteil C. „Da sind wir optimistisch, dass die Sanierungen vorraussichtlich im Mai abgeschlossen sind.“ Weiter sind für die Grundschule Rühen 30 000 Euro für die Errichtung einer Fluchttreppe und Verbesserung der Fluchtwegsituation eingeplant. Die in diesem Zusammenhang durchzuführenden Erdarbeiten an den Drainage-Leitungen werden zudem mit 10 000 Euro veranschlagt.

Dazu sollen 36 000 Euro für einen neuen Trecker für die Realschule Rühen und zusätzlich 4000 Euro für die Einfriedung von Teilbereichen des Grundstücks bereitgestellt werden. „Dieser Trecker wird für die Bewirtschaftung des Geländes von den Hausmeistern benötigt“, erklärte Peckmann die Situation. Außerdem soll der Trecker auch multifunktional eingesetzt werden – sowohl als Schneeschieber als auch als Transportmittel.

Eine weitere große Investition sind die ursprünglich geplanten 92 700 Euro für die Kreisschulbaukasse. Durch die Änderungsliste wurde dieser Betrag jedoch auf 66 000 Euro reduziert. Neben noch vielen weiteren Investitionen standen zusätzlich 50 000 Euro für den Erwerb neuer Hardware an den Schulen auf der Liste. Ob alle Schulen durch diese Summe abgedeckt werden können, und bei welcher man damit beginnt, könne erst gesagt werden, wenn sich ein Planer einen Überblick über die Sache gemacht hat, hieß es. „ Wir müssen erstmal klein anfangen und uns angucken, welche Schule am dringendsten dran wäre. Dann können wir ein Konzept entwickeln“, erklärte Holger Schulz aus dem Verwaltungsvorstand.

Schließlich wurde der Haushalt 2017 einstimmig an den Rat empfohlen.

Während der abschließenden Einwohnerfragestunde kam dann die Frage nach einem offenbar weit verstreuten Gerücht auf. Eine Mutter erkundigte sich danach, ob in diesem Jahr an der Grundschule Voitze eingeschult wird. Dies bestätigte Ausschussvorsitzender Jörg Böse. Die Voitzer können also aufatmen.

Von Alina Pleuß

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