Rat Ehra-Lessien diskutiert über Antrag der SPD: Geschwindigkeitsbegrenzung an Schule und Kita

Tempo 30: Zone oder Einschränkung?

Der Rat in Ehra-Lessien stimmte dem Antrag zu, eine Tempo-30-Beschränkung auf Höhe Grundschule und Kita einzurichten. Foto: dpa
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Der Rat in Ehra-Lessien stimmte dem Antrag zu, eine Tempo-30-Beschränkung auf Höhe Grundschule und Kita einzurichten.
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Ehra-Lessien. Was ist der Unterschied zwischen einer Tempo-30-Zone und einer Tempo-30-Einschränkung? Diese Frage sorgte am Mittwochabend während der Ratssitzung der Gemeinde Ehra-Lessien im Landhotel Heidekrug für Diskussionsstoff.

Die SPD-Fraktion hatte einen Antrag gestellt, in dem sie die Einrichtung von Tempo 30 in Höhe der Schule und des Kindergartens an der Bundesstraße forderte. Ratsmitglied Sven Grabowski erklärte dazu: „Wir haben hier an dem Kreuzungsbereich Wittinger Straße und Bromer Straße die Schule und den Kindergarten. Sollte dem Antrag einstimmig zugestimmt werden, und der Bürgermeister würde die Einrichtung dann beim Landkreis beantragen, würden wir zusätzlich vorschlagen, dass die Kosten der Schilder die Gemeinde trägt.“ Davon verspreche man sich die Möglichkeit, dass der Landkreis dem Antrag eher zustimme.

Ratsmitglied Dirk Fricke merkte an, dass dem Antrag auf jeden Fall zugestimmt werden sollte. Jedoch die Definition sei strittig. Denn sollte mit der Einrichtung von Tempo 30 eine Tempo-30-Zone gemeint sein, würde er davon abraten. „Eine Tempo-30-Zone umfasst einen ganzen Bereich. Eine Tempo-30-Einschränkung bezieht sich auf eine bestimmte Strecke. Und wir benötigen die Einschränkung schließlich nur auf der Strecke an der Schule und am Kindergarten“, erklärte Fricke.

Außerdem riet er zu einer zeitlichen Einschränkung von Tempo 30. Dem entgegnete Grabowski jedoch: „Die Tempo-30-Strecke sollte nicht zeitlich eingeschränkt sein. An der Schule oder im Kindergarten finden ja auch abends Veranstaltungen statt, bei denen Kinder anwesend sind.“ Dem stimmte Peter Albrecht zu: „Außerdem geht der Unterricht oft auch bis in die Abendstunden. Wir haben zudem dort die Turnhalle und den Spielplatz. Da können Kinder ganztags spielen, und deshalb sollte auch die Tempo-30-Einschränkung ganztags gelten.“ Auch Fricke stimmte schließlich zu.

Bürgermeister Jörg Böse fasste die Situation letztlich zusammen: „Wir sind uns also einig, dass wir keine Tempo-30-Zone beantragen wollen, sondern die Einrichtung einer Tempo-30-Beschränkung für die Strecke auf Höhe der Schule und des Kindergartens.“ Über die Idee, dass die Gemeinde die Schilder selbst bezahlen könnte, würde man, so Böse, noch zu einem späteren Zeitpunkt sprechen können. Der Beschluss zur Tempo-30-Beschränkung fiel dann einstimmig.

Von Alina Pleuß

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