Ausgabestelle der Wittinger Tafel in Brome: Trotz Skepsis viele Anmeldungen

„Hemmschwelle überwinden“

Bei der Eröffnung der Bromer Ausgabestelle anfang Mai gab Laura Osterloh den Helfern eine kurze Instruktion. Foto: Hussak/Archiv
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Bei der Eröffnung der Bromer Ausgabestelle anfang Mai gab Laura Osterloh den Helfern eine kurze Instruktion.
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Brome. Die Bromer Ausgabestelle der Wittinger Tafel befindet sich mittlerweile in der fünften Woche seit ihrem Start Anfang Mai. Die Leiterin, Laura Osterloh, erzählt im IK-Gespräch, wie die Situation nun vor Ort ist.

„Die Tafel-Kunden in Brome haben die gleichen Hemmschwelle wie die in Wittingen damals. Da besteht immer erstmal Skepsis bei den Leuten“, erklärt Osterloh. Das sei jedoch ganz normal. Man müsse den Leuten erst einmal Zeit geben, dieses neue Angebot kennenzulernen. „Das muss sich erst mal rumsprechen, was das für eine tolle Sache ist. Dann werden die Menschen ihre Hemmschwelle auch überwinden.“ Trotz der besagten Skepsis gebe es in Brome jedoch jede Menge Anmeldungen. Die Anzahl steigt stetig. Insgesamt nehmen mehr als 1300 Personen die Hilfe der Wittinger Tafel mit ihrer Ausgabestelle Brome in Anspruch.

Wie Osterloh erklärt, haben die Personen, die aus der Region Brome kommen, meist keine Möglichkeit, in Wittingen die Tafel zu besuchen. Das könne am fortgeschrittenen Alter liegen oder aber auch aufgrund des Mangels an Transportmöglichkeiten. In Brome können die angemeldeten Kunden nun jeden Donnerstag von 15 bis 16 Uhr im Gemeindehaus der Bromer Liebfrauenkirche unterschiedliche Lebensmittel erwerben.

Ein Pendant zur Bromer Ausgabestelle wird in Zukunft auch für Hankensbüttel angestrebt. Einen genauen Ort oder Termin gebe es laut Osterloh noch nicht. Erst müsse die Ortsfrage geklärt werden und dann könne sie den Antrag beim Bundesverband stellen. Dennoch geht sie im Moment davon aus, dass man zirka ab der zweiten Jahreshälfte, im Juli oder August, starten könnte. „Der Nordkreis ist groß, und Bedürftige gibt es in Massen.“ Durch Ausgabestellen wie in Brome könne man den Leuten vor Ort besser helfen. Und das werde Stück für Stück auch immer mehr angenommen.

Von Alina Pleuß

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