So schützen Sie ihre Privatsphäre

WhatsApp: Stiftung Warentest rät Nutzern zu drei wichtigen Einstellungen

Die Stiftung Warentest hat sich WhatsApp genauer angeschaut und empfiehlt Einstellungen, mit denen die User ihre Privatsphäre schützen können. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten müssen.

  • WhatsApp geriet aufgrund einer neuen Datenschutzrichtlinie in den vergangenen Wochen in das Sperrfeuer der Kritik.
  • In Europa wird sich zunächst aufgrund der DSGVO nichts ändern.
  • Stiftung Warentest* empfiehlt drei Einstellungen, um die Privatsphäre in der App besser zu schützen.

München - WhatsApp ist der bisher ungeschlagene Platzhirsch auf dem Messenger-Markt. Die App ist kostenlos, schnell und einfach zu bedienen und deswegen wohl bei vielen Usern so beliebt. Doch bei der bequemen Benutzung der App vergisst man schnell die Privatsphäre und den Schutz der eigenen Daten. Stiftung Warentest hat sich jetzt den beliebten Messengerdienst genauer angeschaut und empfiehlt Usern drei wichtige Einstellungen.

WhatsApp: Stiftung Warentest empfiehlt diese drei Einstellungen

Nachdem Download von WhatsApp muss jeder neue User zunächst eine Handynummer, Namen und gegebenenfalls ein Profilbild hinterlegen. Was leider nicht direkt klar wird: Jeder, der im Besitz Ihrer Telefonnummer ist, kann auch Ihr Profilbild sehen. Um dies zu verhindern, bedarf es einer extra Einstellung.

Hierzu müssen Sie in der App die Einstellungen aufrufen. Öffnen Sie dafür die App und wählen Sie die drei Punkte in der oberen rechten Ecke aus. Anschließend wählen Sie zunächst den Reiter Account und dann Datenschutz aus. Im Folgenden haben Sie eine Reihe von Auswahlmöglichkeiten. Um die Sichtbarkeit ihres Profilbildes einzuschränken, wählen Sie die Option Profilbild aus. Jetzt können Sie sich entscheiden, ob Jeder, Ihre Kontakte oder Niemand Ihr Profilbild sieht.

Stiftung Warentest/Whatsapp: Zugriff auf Fotos und Kontakte beschränken

Im gleichen Bedienfeld lassen sich noch andere Einstellungen auswählen, die Ihren Privatsphärenschutz erhöhen. Zu einem können Sie hier entscheiden, wer sieht, wann Sie das letzte Mal WhatsApp* geöffnet haben. Unter der Option Zuletzt Online können Sie erneut auswählen, ob Jeder nur Ihre Kontakte oder gar Niemand sieht, wann Sie zuletzt online waren. Zwar wird mit diesem Feature keine Uhrzeit und Datum angezeigt, wenn jemand auf Ihren Chat geht. Dafür können Sie aber auch nicht die Zeit und das Datum von anderen Usern sehen, unabhängig davon, ob der User die Option ausgewählt hat oder nicht.

Zuletzt empfiehlt die Stiftung Warentest die Lesebestätigung zu deaktivieren. Auch diese Einstellung lässt sich unter dem Reiter Datenschutz auswählen. Sollten Sie sich dafür entscheiden, die Lesebestätigung zu deaktivieren, erscheinen die blauen Haken nicht mehr. Es werden lediglich die zwei grauen Haken angezeigt, die signalisieren, dass die Nachricht versendet und beim Empfänger angekommen ist.

Zusätzlich könnten Sie der App die Berechtigung entziehen, den Standort zu verfolgen oder den Zugriff auf Fotos und Videos zu unterbinden. Dazu müssen Sie in Ihrem Android-Smartphone die Einstellungen öffnen und in der Suchleiste „Apps Verwalten“ eintippen und WhatsApp aufrufen. Unter der Option App-Berechtigungen können Sie sich entscheiden, auf welche Funktionen die App zugreifen darf.

Die gute Botschaft ist: Viele User sind inzwischen für das Thema Datenschutz sensibilisiert. Als das Unternehmen unlängst seine Datenschutz-Regeln aktualisieren wollte, brach weltweit ein Sturm der Entrüstung los. (phf) Merkur.de gehört zum Ippen-Digital-Netzwerk.

Rubriklistenbild: © Carsten Rehder/dpa

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