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Waffenhersteller Heckler & Koch mit Gewinnsprung

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Heckler & Koch
In der Produktionshalle des Waffenherstellers Heckler & Koch in Oberndorf stehen fertige Sturmgewehre vom Typ HK416 F-S aufgereiht. © Bernd Weißbrod/dpa

Massiver Abbau der Schulden, mehr Gewinn: Für die Waffenschmiede Heckler & Koch ist das Jahr 2022 gut gelaufen. Die Aussichten sind positiv.

Oberndorf - Der Waffenhersteller Heckler & Koch hat 2022 so gut verdient wie noch nie. Der Gewinn unter dem Strich legte um 132 Prozent auf 50,6 Millionen Euro zu, wie Vorstandschef Jens Bodo Koch am Freitag in Oberndorf in Baden-Württemberg mitteilte. 2022 habe man die zwei großen Militäraufträge aus den USA abgearbeitet. Aber auch in Europa sei die Nachfrage der Sicherheitskräfte hoch gewesen. Währungseffekte spielten zugleich auch eine Rolle. Der Dollar-Kurs wirkte sich positiv auf das Ergebnis aus.

Das Unternehmen stellt unter anderem Sturmgewehre und Handfeuerwaffen her. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 5,1 Prozent auf 305,1 Millionen an. Koch wagte keine konkrete Prognose. Der Vorstandschef betonte aber: „Für 2023 erwarten wir einen Umsatz auf dem Niveau von 2022. Aber es werden sich die gestiegenen Rohstoffpreise und Kosten für die Energie entsprechend auswirken.“ Die Auftragsbücher seien gut gefüllt.

Heckler & Koch hatte vor einigen Jahren noch mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Der Schuldenberg war hoch. Doch die Lage besserte sich zusehends. Die Verschuldung betrug Ende des Jahres noch 110 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 244 Millionen Euro. dpa

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