Studie: Im Osten weiterhin deutlich mehr Frauen im Job

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Die Bertelsmann-Stiftung stellt eine Studie zu den Unterschieden bei der Beschäftigung von Frauen in Ost- und Westdeutschland vor. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Illustration

Gütersloh (dpa) - In den neuen Bundesländern sind immer noch deutlich mehr Frauen berufstätig als im Westen. Daran hat sich laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung auch über 20 Jahre nach dem Fall der Mauer nichts geändert.

Im Westen hat zwar inzwischen mehr als jede zweite Frau einen sozialversicherungspflichtigen Job. Dennoch wachse die Differenz zwischen Ost und West weiter an, wie die Stiftung am Mittwoch in Gütersloh mitteilte. Im Osten liegt demnach die Quote von Frauen im Job bei 57,9 Prozent, der Westen kommt auf 50,9 Prozent. Spitzenreiter bei den Bundesländern ist Sachsen mit 58,5 Prozent, das Schlusslicht bildet das Saarland mit 47,2 Prozent.

Für die Studie vergleichen die Forscher Zahlen der Jahre 2006 und 2012 von bundesweit 295 Landkreisen und 106 kreisfreien Städten.

Seit 2006 hat der Westen demnach zwar um 5,1 Prozentpunkte zugelegt bei sozialversicherungspflichtigen Jobs für Frauen. Die Quote lag damals bei 45,8 Prozent. Aber auch im Osten ging der Wert weiter nach oben (2006: 50,9 Prozent). Die Stiftung spricht von einer "grundsätzlich positiven Entwicklung", verweist aber auch auf die größer gewordene Differenz zwischen Ost und West von 5,1 auf 7,0 Prozentpunkte.

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