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Sparkassen und Volksbanken: Girocard mit wichtiger Änderung

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Von: Lisa Mayerhofer

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Girokarte mit Maestro-Zeichen: Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken reagieren auf das Aus des Maestro-Verfahrens und statten die Girokarte mit einer neuen Funktion aus.
Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken reagieren auf das Aus des Maestro-Verfahrens und statten die Girokarte mit einer neuen Funktion aus. © Fabian Sommer

Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken reagieren auf das Aus des Maestro-Verfahrens und statten die Girokarte mit einer neuen Funktion aus.

Frankfurt/Main - Das Maestro-Logo – ein roter und ein blauer Kreis – findet sich auf einem Großteil der Girokarten der Sparkassen* und Volksbanken. Damit ist zukünftig Schluss. Maestro-Anbieter Mastercard teilte den europäischen Kreditinstituten im vergangenen Herbst mit, dass neue Bankkarten nur noch bis Sommer 2023 mit der Maestro-Funktion ausgegeben werden dürfen.

Sparkassen und Volksbanken: Alternative für Maestro-Verfahren

Maestro ermöglicht den Kunden vieler deutscher Banken, mit der Girokarte auch im Ausland Bargeld abheben oder damit bezahlen zu können. Mastercard will das Maestro-Verfahren aber nun einstellen, weil es online nicht durchgängig für Zahlungen genutzt werden kann.

Der Großteil der Sparkassen, Volksbanken und auch die Deutsche Bank, die ebenso das Maestro-Verfahren nutzt, brauchen nun eine Alternative. Das Maestro-Logo wird von den Girokarten verschwinden und mit einer neuen Funktion ersetzt, damit das Bezahlen und Abheben im Ausland weiterhin möglich ist. Der Plan vieler Banken ist nun, ihre Girokarte gleichzeitig auch als Mastercard auszugeben.

Sparkassen und Volksbanken: Girokarte wird zur Mastercard

„Alle Sparkassen, die heute mit Mastercard kooperieren, werden nach und nach eine Karte herausgeben, die Girocard und eine Mastercard-Debitkarte kombiniert – da bin ich mir ziemlich sicher“, sagt Andreas Schelling, Chef des IT-Dienstleisters der Sparkassen, Finanz Informatik, gegenüber dem Handelsblatt. „Sparkassenkunden können damit weltweit mit einer Karte bezahlen und auch im E-Commerce einkaufen.“ Bisher hätten 13 Sparkassen schon eine Karte mit dieser Kombination herausgegeben, sagte Schelling weiter dem Magazin. In diesem Jahr sollen 30 bis 40 weitere Sparkassen folgen. Insgesamt gebe es etwa 370 Sparkassen.

Die Volksbanken haben ähnliche Pläne*: „Wir waren rechtzeitig informiert und treffen die Vorbereitungen dafür, dass alle Girocards mit Maestro-Funktion, wenn sie auslaufen oder aus anderen Gründen ausgetauscht werden, ein Debit-Mastercard-Co-Branding erhalten können“, sagt Andreas Martin, Vorstandsmitglied des Genossenschaftsverbandes BVR, dem Handelsblatt.

Für betroffene Kunden sind das eher gute Nachrichten: Mit der Girokarte in Kombination mit der Mastercard-Debitkarte können sie nicht nur weiterhin im Ausland Geld abheben, sondern auch einfacher beim Online-Einkauf bezahlen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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