OECD: Deutschland als Musterschüler

Paris - Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat Zahlen veröffentlicht, nach denen Deutschland bei einem Kriterium als einziges Land der Eurozone heraussticht.

Deutschland ist das einzige Land der Eurozone, in dem der Wohlstand infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise nicht gesunken ist. Zwischen 2007 und 2010 stieg das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner sogar leicht um 0,3 Prozent, berichtete die französische Tageszeitung Le Figaro (Montag) unter Berufung auf Zahlen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Die Schuldensünder der Euro-Länder im Ranking

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In allen anderen Ländern der Eurozone habe es zum Teil starke Einbrüche gegeben. Besonders betroffen waren demnach die “Sorgenkinder“ in der derzeitigen Schuldenkrise. In Irland sank das BIP pro Kopf um 14, in Italien um sieben und in Griechenland und Spanien um rund sechs Prozent.

Die nach Deutschland zweitgrößte Euro-Wirtschaftsnation Frankreich registrierte immerhin ein Minus von drei Prozent und lag damit im Schnitt der Länder (minus 3,1 Prozent), die bereits 2007 die Gemeinschaftswährung hatten.

Portugal schnitt mit einem Rückgang von nur 1,5 Prozent deutlich besser ab. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner gilt als einer der wichtigste Maßstäbe zum Vergleich der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit von Ländern und Regionen.

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