Kettcar-Hersteller

Kettler will Insolvenzverfahren 2015 abschließen

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Kettcars der Firma Kettler aus den 60er Jahren. Der Hersteller hatte Anfang Juni Insolvenz angemeldet. Foto: Kettler

Ense - Das Familienunternehmen Kettler will sein Insolvenzverfahren schnell abschließen. Über den Personalabbau unter den 1100 Beschäftigten bei dem Kettcar-Hersteller soll noch in diesem Monat entschieden werden.

Der Kettcar-Hersteller Kettler will sein Insolvenzverfahren noch in diesem Jahr abschließen. Das sagte am Mittwoch der zum Sachwalter bestellte Experte Christoph Schulte-Kaubrügger. Das "Handelsblatt" hatte zuvor darüber berichtet.

Das Verfahren sei zum Monatsbeginn eröffnet worden, berichtete Schulte-Kaubrügger. Voraussichtlich noch im September werde über einen möglichen Personalabbau bei Kettler entschieden, hieß es. Das Familienunternehmen aus dem sauerländischen Ense beschäftigt allein in Deutschland rund 1100 Mitarbeiter.

Es sei mit einem "erheblichen Mitarbeiterabbau" zu rechnen, sagte Schulte-Kaubrügger. Nach "Handelsblatt"-Informationen aus Firmenkreisen könnten weniger als 200 Beschäftigte betroffen sein. Der Abbau falle damit geringer aus als erwartet, so die Zeitung.

Notwendig sei auch eine Vereinfachung der Firmenstruktur und eine Reduktion der Produktpalette. Viele Produkte könnten nicht rentabel hergestellt werden, erklärte der Sachwalter. Geplant sei, die Forderungen der Gläubiger vollständig zu befriedigen.

Die Firma Kettler hatte in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland einen steilen Aufstieg erlebt. Zu den größten Erfolgen gehörte das Kettcar. Außerdem nimmt die Firma für sich in Anspruch, das weltweit erste Aluminium-Fahrrad auf den Markt gebracht zu haben. Die Angebotspalette reicht heute von Fitnessgeräten über Fahrräder und Spielfahrzeuge bis zu Freizeit- und Gartenmöbeln.

dpa

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