Karstadt-Investor einigt sich mit Valovis-Bank

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Nicolas Berggruen hat sich mit der Valovis-Bank geeinigt.

Essen - Im Streit um die Karstadt-Mietsenkungen hat sich die Essener Valovis-Bank mit dem Karstadt-Investor Nicolas Berggruen geeinigt. Von was die Zukunft der Karstadt-Warenhäuser jetzt noch abhängt:

Wenige Tage vor der entscheidenden Gläubiger-Sitzung des Karstadt-Vermieters Highstreet hat Investor Nicolas Berggruen einen Teilerfolg erzielt und sich zunächst mit der Essener Valovis- Bank geeinigt. Die Bank hatte Highstreet ein Darlehen über 850 Millionen Euro gewährt und dafür im Gegenzug 53 Waren-, Sport- und Parkhäuser als Sicherheit erhalten. Man habe sich unter anderem darauf verständigt, dass Berggruen dieses Darlehen bis 2014 ablösen könne, sagte eine Sprecherin der Bank am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht der Tageszeitung “Die Welt“. Ein Zwang zur Ablösung sei für Berggruen damit aber nicht verbunden.

Unter den Häusern, die Valovis als Sicherheit erhalten habe, seien neben dem Berliner KaDeWe als sogenanntem Premium-Haus 31 weitere Warenhäuser, vier Sporthäuser und 17 Parkhäuser. Durch die Vereinbarungen mit Berggruen sei es gelungen, den Kredit für die Bank und damit die Ansprüche der Karstadt-Pensionäre zusätzlich abzusichern, sagte eine Sprecherin.

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Die Essener Valovis-Bank gehört dem Karstadt-Pensionsfonds. Vereinbart wurden unter anderem zusätzliche Sicherheiten bei möglichen Mietrückständen und der Verbleib der Marke Karstadt im Fall einer Folgeinsolvenz.

Erst nach der Zustimmung der Highstreet-Gläubiger am kommenden Donnerstag und der Unterzeichnung der Mietverträge kann der von Berggruen Anfang Juni unterzeichnete Kaufvertrag für Karstadt in Kraft treten. Das ist die Voraussetzung für eine Bestätigung des Insolvenzplans am 3. September durch das Essener Gericht.

Im Ringen um die Zukunft von Karstadt kritisierte Berggruen die Deutsche Bank scharf: Die Bank gehört zusammen mit Goldman Sachs zu den großen Partnern hinter dem Vermieter-Konsortium Highstreet. Deutschlands größte Bank wies die Kritik “in aller Schärfe“ zurück.

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Berggruen kritisierte die Art und Weise, wie die Frankfurter Großbank den lange nach Abschluss des eigentlichen Bieterprozesses als Interessent aufgetretenen italienischen Warenhausbetreiber Maurizio Borletti unterstütze: “Ich kann nicht überblicken, welche kommerziellen Interessen Borletti und die Deutsche Bank verfolgen. Ich kann nur sagen, die spielen mit dem Feuer und der Zukunft von Karstadt“, sagte Berggruen der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstag). Die Gespräche mit Goldman Sachs funktionierten inzwischen etwas besser.

Berggruen machte deutlich, die Zeit für die Rettung von Karstadt werde knapp. “Wenn wir bis Anfang September nicht durch sind, wird es das Unternehmen nicht mehr als fortzuführenden Geschäftsbetrieb geben.“

dpa

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