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Inflation in Deutschland: Verbraucherpreise steigen weiter

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Von: Moritz Serif

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Die Inflation in Deutschland schwächt sich leicht ab. Das hat allerdings nur temporäre Gründe. Insgesamt bleibt das Niveau sehr hoch.

Berlin - Das 9-Euro-Ticket und der Tankrabatt haben die Inflation in Deutschland den zweiten Monat in Folge leicht gedämpft. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag die Jahresteuerungsrate im Juli bei 7,5 Prozent. „Im Juli 2022 wurde zudem die EEG-Umlage abgeschafft“, erklärte der Präsident des Bundesamtes, Georg Thiel.

Die Wiesbadener Behörde bestätigte am Mittwoch (10. August) damit eine erste Schätzung. Im Juni waren die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat noch um 7,6 Prozent gestiegen und im Mai um 7,9 Prozent. Dennoch ist die Teuerungsrate nach wie vor sehr hoch. Auch werden der Tankrabatt und das 9-Euro-Ticket auslaufen.

Inflation: Verbraucherpreise steigen weiter an

Im Vergleich zu Juni stiegen die Verbraucherpreise im Juli um 0,9 Prozent. Auch hier bestätigte die Behörde eine erste Schätzung.
Die Bundesregierung versucht, die Menschen unter anderem mit dem Anfang Juni eingeführten 9-Euro-Ticket für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und der Senkung der Energiesteuer auf Sprit (Tankrabatt) zu entlasten.

Zudem müssen Stromkunden seit 1. Juli die Förderung des Ökostroms nicht mehr über die Stromrechnung zahlen (EEG-Umlage). Weitere Entlastungsmaßnahmen sind in der Diskussion. Ökonomen rechnen in den kommenden Monaten mit wieder anziehenden Teuerungsraten, auch weil Tankrabatt und 9-Euro-Ticket bis Ende August befristet sind. Um ein mögliches Folgeangebot des Billig-Fahrscheins wird in Berlin noch gerungen

Vor allem die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich wieder verteuert.
Vor allem die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich wieder verteuert. © Fabian Sommer/dpa/picture alliance

Hohe Inflationsrate wirkt sich negativ auf die Wirtschaft aus

Eine hohe Inflationsrate wirkt sich negativ auf die Wirtschaft aus: Höhere Teuerungsraten schmälern die Kaufkraft von Verbraucherinnen und Verbrauchern, das heißt diese können sich für einen Euro weniger leisten. Vor allem Preissprünge bei Energie infolge des Ukraine-Krieges und steigende Lebensmittelpreise heizen die Inflation in Europas größter Volkswirtschaft seit geraumer Zeit an.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den Euroraum mittelfristig eine Teuerung von zwei Prozent an. Eine feste Verankerung der Inflationserwartungen gilt als wichtiges Ziel der Geldpolitik, die vor allem über die Steuerung von Erwartungen funktioniert. Lösen sich die Erwartungen aus ihrer Verankerung, drohen hohe Lohnforderungen, die wiederum Unternehmen zu Preiserhöhungen veranlassen können. Ökonomen sprechen von einer Lohn-Preis-Spirale. (mse/dpa/epd)

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