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Hartz IV und Umzug: Wann das Jobcenter die Kosten übernimmt und was es zu beachten gibt

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Von: Patricia Huber

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Ein junger Mann trägt einen Umzugskarton.
Hartz-IV-Empfänger müssen bei einem Umzug eine Menge beachten. © Frank Sorge/Imago Images

Ein Umzug stellt immer wieder einen enormen bürokratischen Aufwand dar. Besonders Hartz-IV-Empfänger müssen in diesem Fall einiges beachten. Ein Überblick.

München/Berlin - Über die Kosten für die Miete müssen sich Hartz-IV*-Empfänger im Normalfall keine Sorgen machen. Sofern der Wohnraum vom Jobcenter als „angemessen“ anerkannt wird, wird auch der volle Mietpreis übernommen - zusätzlich zum Regelsatz*. Aber was passiert eigentlich, wenn jemand, der Hartz IV bezieht, umziehen möchte?

Hartz IV: Auch bei Umzug muss die Erreichbarkeit sichergestellt sein

Hier ist besonders eine enge Zusammenarbeit mit dem Jobcenter wichtig. Wie gegen-hartz.de berichtet, muss das zuständige Jobcenter immer über einen Umzug informiert werden. Der Hintergrund dafür ist auch recht simpel. Denn die Erreichbarkeit des Leistungsempfängers muss immer gewahrt werden. Ist dies einmal nicht mehr der Fall, werden die Hartz-IV-Zahlungen eingestellt und bezahlte Leistungen können sogar zurückgefordert werden.

Um finanzielle Unterstützung für den Umzug vom Jobcenter zu erhalten, muss dieser erst genehmigt werden. Dafür muss auch erst geprüft werden, ob der Wohnortswechsel überhaupt notwendig ist. Hierzu prüft das Jobcenter anhand zahlreicher Kriterien.

Ein Umzug gilt als notwendig, wenn:

Hartz IV: Nicht genehmigter Umzug kann teuer werden

Hier ist Vorsicht geboten. Denn sollte der Wohnungswechsel zum Umzugsdatum nicht genehmigt werden, bleibt der Mieter eventuell auf den entstandenen Kosten sitzen. Dies ist vor allem gefährlich, wenn die neue Bleibe teurer sein sollte, als die alte.

Anders sieht es jedoch aus, wenn das Jobcenter selbst den Umzug initiiert, etwa weil die Wohnung nicht „angemessen“ ist. Dann muss der Empfänger sich nach einer neuen Bleibe umsehen, darf jedoch noch sechs weitere Monate in der bestehenden Wohnung bleiben und das Jobcenter muss trotzdem zahlen. Das erklären hartz4widerspruch.de und umziehen.de.

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Wenn bei der Anmeldung eines Umzugs alles glattläuft, so können diese Kosten vom Jobcenter übernommen werden:

Auch zu beachten ist, dass sich bei einem Umzug in eine andere Stadt auch das zuständige Jobcenter ändert. Daher ist es umso wichtiger, sein bisheriges Amt frühzeitig über den eventuellen Wohnungswechsel zu informieren. (ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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