Ministerium: Keine Wahltarife mehr bei Gesetzlichen Kassen

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Zusatzleistungen wie Chefarztbehandlungen will das Bundesgesundheitsministerium im Angebot der Gesetzlichen Krankenkassen künftig nicht mehr sehen.

Berlin - Das Bundesgesundheitsministerium will den Gesetzlichen Krankenkassen bestimmte Zusatzleistungen in Form von Wahltarifen entziehen. Die Trennung zu den Privaten Kassen soll deutlicher werden.

Ein Sprecher von Minister Philipp Rösler sagte am Montag, bei der Gesundheitsreform gehe es um eine ordnungspolitische saubere Trennung zwischen den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen (PKV) .

Die Praxis habe bislang gezeigt, dass Wahltarife in der GKV wieder eingestellt worden seien. Es sei aber nicht daran gedacht, Wahltarife bei den Gesetzlichen gänzlich abzuschaffen.

Derzeit können die Krankenkassen ihren Versicherten Zusatzleistungen etwa für Chefarzt- oder Zahnarztbehandlung anbieten. Diese Leistungen können Kassenpatienten aber auch bei privaten Versicherungen einkaufen.

Die “Berliner Zeitung“ berichtete am Montag, mit dem Verbot bestimmter Zusatzleistungen bei der GKV könnten die Privaten mit zusätzlichen Gewinnen von 250 Millionen Euro rechnen. Der Ministeriumssprecher dementierte dies allerdings: Die in dem Bericht genannten Zahlen seien nicht nachvollziehbar und entbehrten jeder Grundlage.

In der Zeitung hieß es unter Berufung auf Berechnungen der GKV weiter, die Privaten könnten Ausgaben von noch einmal 250 Millionen Euro sparen, wenn die zwischen Krankenkassen und Pharmaindustrie ausgehandelten Rabatte für innovative Medikamente von ihnen wie geplant übernommen werden können.

dapd

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