Ende Mai und Anfang Juni

"Elvira" und "Friederike": Größter Unwetter-Schaden innerhalb kürzester Zeit

Hochwasser in Bayern
+
Simbach am Inn nach dem Hochwasser.

Berlin -  Noch nie haben Unwetter mit heftigen Regenfällen innerhalb so kurzer Zeit so hohe Schäden verursacht, sagt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Wie hoch die Schäden sind.

Die schweren Unwetter der vergangenen Wochen in Deutschland haben einer vorläufigen Schätzung nach versicherte Schäden von rund 1,2 Milliarden Euro verursacht. Eine Milliarde Euro werden die Versicherungen wohl für überschwemmte Häuser, Gewerbe- und Industriebetriebe zahlen, rund 200 Millionen Euro für beschädigte Autos, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Donnerstag mitteilte. 

Die Sturmtiefs "Elvira" und "Friederike" am 27. Mai und am 9. Juni richteten demnach am meisten Schaden an. "Noch nie haben Unwetter mit heftigen Regenfällen innerhalb so kurzer Zeit so hohe Schäden verursacht", erklärte GDV-Präsident Alexander Erland. Im gesamten vergangenen Jahr zahlten die Unternehmen demnach rund zwei Milliarden Euro für Schäden durch Naturgewalten aus. Die Unwetter trafen viele Teile Deutschlands, vor allem aber den Süden und Westen. 

Unwetter-Gefahr noch immer nicht gebannt

Zwischen den Zentralen der Commerzbank (l.) und der Helaba zeichnen sich am nächtlichen Himmel über Frankfurt am Main Blitze ab. Foto: Frank Rumpenhorst
Nur noch Schrottwert: Ein Carport hat in Hamburg ein Auto unter sich begraben, das er eigentlich schützen sollte. Foto: Bodo Marks
Eine Windhose fegt über den Hamburger Stadtteil Bramfeld. Foto: Monika Zucker
Die Frontscheibe eines Wagens ist zerstört, Teile eines umgestürzten Baumes ragen auf einen Gehweg: Auf mehreren hundert Metern Länge hat wahrscheinlich ein Tornado in Hamburg eine Schneise der Zerstörung hinterlassen. Foto: Bodo Marks
Unwetter-Gefahr noch immer nicht gebannt

Schwere Schäden richteten insbesondere Überschwemmungen an, etwa in Braunsbach in Baden-Württemberg, Simbach am Inn oder in Altenahr in Rheinland-Pfalz. Viele Bewohner dort sind aber gar nicht versichert, weil sie in Gebieten mit dem geringsten Überschwemmungsrisiko leben. 

Die sogenannte Versicherungsdichte für Elementarschäden liegt in Bayern bei 27 Prozent und in Rheinland-Pfalz bei 24 Prozent, wie der GDV erklärte. Überschwemmungsschäden werden nur ersetzt, wenn eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen wurde, wie der GDV betonte. Bundesweit haben rund 40 Prozent der Hausbesitzer eine solche Versicherung.

afp

Bilder

Nach Verwüstungen im Süden wüten weitere Unwetter

In weiten Teilen Deutschlands entluden sich heftige Gewitter. Foto: Julian Stratenschulte
Die Gleise der Bahnlinie zwischen Würzburg und Ansbach sind noch mit Geröll und Schlamm verschüttet. Unwetter hatten in der Nacht zum Montag in Franken Schäden verursacht. Foto: Deutsche Bahn/dpa
Über dem Glockenturm der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis türmen sich während eines Unwetters in Hannover Wolken auf. Foto: Sebastian Gollnow
Ein bei den schweren Überschwemmungen zerstörtes Feuerwehrfahrzeug wird in Braunsbach abtransportiert. Foto: Roland Böhm
Nach Verwüstungen im Süden wüten weitere Unwetter

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare