Urteil gefallen

Sexuelle Belästigung: Coca-Cola-Erbe muss 50 Millionen zahlen - und pöbelt sein Opfer vor Gericht an

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Coca-Cola Erbe Alki David wegen sexueller Belästigung verurteilt (Symbolbild)

Der Coca-Cola-Erbe Alki David muss sich wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz vor Gericht verantworten - dort verhält er sich  „aggressiv, aufsässig und störend“.

  • Der Coca-Cola-Erbe Alki David ist der sexuellen Belästigung schuldig gesprochen worden.
  • Dem Opfer muss er nun umgerechnet 50 Millionen Euro zahlen.
  • David werden noch weitere Fälle von sexueller Belästigung vorgeworfen.

Los Angeles - Der griechische Coca-Cola-Erbe Alki David ist wegen sexueller Belästigung zu einer Strafe von umgerechnet mehr als 50 Millionen Euro verurteilt worden. Ein Gericht in Los Angeles sah es als erwiesen an, dass der 50-Jährige im Jahr 2014 der Angestellten Mahim Khan sein Becken ins Gesicht hielt. Wie die Los Angeles Times berichtet, sprach die Anklage davon, dass er dem Opfer sein Geschlechtsteil ins Gesicht presste, Oralsex simulierte, stöhnte und anschließend den Reißverschluss seiner Hose wieder hochzog und beim Weggehen „Danke, M.K.“ sagte.

Coca-Cola-Erbe wegen sexueller Belästigung verurteilt - weitere Vorwürfe

Khan arbeitete dem Bericht zufolge damals als Produktionsassistentin in einem von Davids Medienunternehmen. Die Los Angeles Times zitiert einen Experten mit der Einschätzung, dass die Strafsumme zu den höchsten gehört, die bislang in Fällen von sexueller Belästigung im Arbeitsplatz verhängt wurde. Einer Studie zufolge erlebt jeder dritte Mitarbeiter sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz - Opfer davon wurde jüngst auch eine Reporterin; und zwar vor laufender Kamera

Weiter heißt es im Bericht, zwei weitere Anklagen gegen David wegen sexueller Belästigung seien noch nicht abgeschlossen. Der Coca-Cola-Erbe weist alle Vorwürfe von sich. „Ich habe niemals auch nur eine dieser Frauen berührt“, sagte er dem Bericht zufolge.

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz: Coca-Cola-Erbe rüpelt vor Gericht

Im April zahlte David laut Los Angeles Times einer ehemaligen Angestellten eine Entschädigungssumme von etwa einer Million Euro. Diese hatte erklärt, David habe sie gefeuert, nachdem sie sich geweigert habe, Sex mit ihm zu haben. 

Im November wurde David dazu verurteilt, eine Comedy-Autorin, die einst für ihn arbeitete, mit etwa 4,5 Millionen Euro zu entschädigen. Der Grund: 2016 soll er ihr unter anderem an die Kehle gefasst, sie in ihrem Bürostuhl an die Wand gestoßen und ihr so eine Prellung am Kopf zugefügt haben. Der Anklage zufolge sagte David der Geschädigten, er müsse Material für sein „Vergewaltigungszimmer“ kaufen. 

Coca-Cola-Erbe nach Gerichtsurteil: 

Wie die Los Angeles Times weiter berichtet, verhielt sich David in den Gerichtsverhandlungen „aggressiv, aufsässig und störend“. Er sei häufig in vulgäre Schimpfereien ausgebrochen und habe über die Kläger und ihre Anwälte gespottet - womit er sich Bußgelder in Höhe von etwa 9000 Euro einhandelte. Nach dem Gerichtsurteil ließ die Klägerin Mahim Khan dieses Statement verlesen: „Ich hoffe, dass der Strafschadensersatz Alki David dazu bringt, niemals auch nur wieder daran zu denken, einen Frauenkörper zu verletzen.“ 

Davids Familie gehören die Coca-Cola HBC AG, die in 28 Ländern unter Lizenz Softdrinks produziert und vertreibt. 2019 wurde David von der Sunday Times auf Platz 58 der reichsten britischen Einwohner gelistet. 

frs

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