Arbeitsagentur: Defizit wächst auf zehn Milliarden Euro

Nürnberg - Angesichts von Wirtschaftskrise und Kurzarbeit hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) im ersten Halbjahr einen Verlust von zehn Milliarden Euro angehäuft.

Die Einnahmen sanken im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 um 5,63 Milliarden Euro auf 12,77 Milliarden Euro, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Die Ausgaben stiegen um 3,6 Milliarden auf 22,8 Milliarden Euro. Die Einnahmen schrumpften unter anderem durch die Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung Anfang des Jahres auf 2,8 Prozent. Allein dadurch seien 1,9 Milliarden Euro weniger eingenommen worden.

Die Wirtschaftskrise in 17 Bildern

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Gleichzeitig stiegen die Kosten durch höhere Ausgaben für das Arbeitslosengeld, das Insolvenzgeld und das Kurzarbeitergeld. Am deutlichsten wuchsen die Ausgaben für das konjunkturelle Kurzarbeitergeld. Die BA gab dafür allein im zweiten Quartal 100,8 Millionen Euro aus - 33 Mal mehr aus als im Vorjahresquartal. Die Behörde rechnet damit, dass die Belastungen im weiteren Jahresverlauf noch zunehmen.

Die Rücklagen in Höhe von 16,7 Milliarden Euro dürften daher bis Jahresende vollständig aufgebraucht sein. Bisher war die BA davon ausgegangen, ein Restpolster von 5,8 Milliarden Euro zu behalten.

ap

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