US-Sanktionen zeigen Wirkung

British Airways und Air France stellen Flugverkehr in den Iran ein

Die Fluggesellschaften British Airways und Air France fliegen künftig nicht mehr in den Iran. Die US-Sanktionen zeigen ihre Wirkung.

Die Flüge zwischen London und Teheran würden in einem Monat gestoppt, weil sie sich nicht mehr rentierten, teilte die britische Airline am Donnerstag mit. Die letzten Flüge von und nach Teheran seien für den 22. und 23. September geplant. Das Umfeld für ausländische Firmen ist wegen der US-Sanktionen schwierig.

Auch Air France teilte mit, seine Verbindungen nach Teheran am 18. September einzustellen. Als Grund nannte die französische Gesellschaft ebenfalls die geringe Wirtschaftlichkeit der Verbindungen. Bereits seit dem 4. August bietet Air France nur noch einen Flug pro Woche nach Teheran an, der von der Billiglinie Joon ausgeführt wird. Zuvor waren es drei wöchentlich.

British Airways entschuldigte sich bei den Passagieren, die eine Reise geplant hätten, und erklärte, das Unternehmen sei in Gesprächen mit Partnerfluggesellschaften, um eine Lösung zu finden. British Airways hatte seine Direktflüge in den Iran erst vor zwei Jahren im Zuge der damals gefallenen Sanktionen wieder aufgenommen.

Die US-Regierung hatte Anfang Mai dieses Jahres allerdings den Ausstieg des Landes aus dem Atomabkommen und die Wiedereinsetzung der US-Wirtschaftssanktionen gegen den Iran verkündet. Das stellte eine Reihe von Investitionen europäischer Unternehmen in Frage - Präsident Donald Trump warnte gar sämtliche Unternehmen vor Geschäften mit der Islamischen Republik.

Anfang August gab Daimler bekannt, sein Geschäft im Iran "bis auf weiteres" komplett einzustellen. Auch der französische Konkurrent PSA bereitet seinen Ausstieg vor. In der vergangenen Woche schließlich teilten auch die Deutsche Bahn und die Deutsche Telekom mit, ihre Aktivitäten im Iran wegen der Sanktionen der US-Regierung auslaufen zu lassen.

afp

Rubriklistenbild: © AFP / ATTA KENARE

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