Streit mit Stiftung Warentest

Aromahersteller will neuen Schokolade-Test

Hannover - Ritter Sport erhält in seinem Streit mit Stiftung Warentest Unterstützung von Symrise: Der Aromahersteller hat nun einen erneuten Schokoladen-Test gefordert.

Im Streit um Aromastoffe in Ritter Sport Schokolade wehrt sich der Aromenhersteller Symrise gegen Vorwürfe der Stiftung Warentest. Die Tester hatten behauptet, Ritter Sport verwende chemisches Aroma in seiner Nuss-Schokolade. Hergestellt worden war das Aroma Piperonal von der Holzmindener Firma Symrise, einem der weltgrößten Unternehmen der Branche. Symrise-Konzernchef Jürgen Bertram forderte die Stiftung Warentest in der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Samstag) nun auf, die Untersuchung zu wiederholen und sich bei dem Schokoladenhersteller zu entschuldigen.

„Das ist eine Frage des Anstands, schließlich wurden hier die Namen des Unternehmens und der Familie beschmutzt“, sagte Bertram, dem Blatt. Von Stiftung Warentest war dazu am Wochenende kein Stellungnahme einzuholen. Vor Gericht gab Symrise eine eidesstattliche Versicherung ab, dass das Aroma natürlichen Ursprungs sei. Dabei legte das Unternehmen auch sein Herstellverfahren offen.

Vergangene Woche hatte die Stiftung Warentest einen Schokoladentest veröffentlicht. Darin bezeichnen die Tester die Kennzeichnung „natürliches Aroma“ bei Ritter Sport als irreführend, weil sie einen chemisch hergestellten Aromastoff in der Schokolade nachgewiesen hätten. Der Schokoladen- und der Aromenhersteller beharren hingegen darauf, dass das verwendete Piperonal natürlichen Ursprungs sei. Es kommt unter anderem in Pflanzen wie Pfeffer oder Dill vor.

dpa

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