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Altersvorsorge: So sorgen sich die Deutschen um den Ruhestand

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Wenn es um die Altersvorsorge geht, sind die Deutschen noch viel zu zögerlich.

Wenn es um die Altersvorsorge geht, ist sich jeder einig: Sie ist wichtig. Trotzdem wollen sich viele mit dem Thema nicht beschäftigen. Dabei ist es so einfach.

Riester, private oder berufliche Altersvorsorge? Wenn es darum geht, für den Ruhestand vorzusorgen, sind die Deutschen zwar interessiert, aber wirklich darüber nachdenken wollen sie nicht. Dabei gibt es zahlreiche Angebote.

Altersvorsorge: Sind Wertpapiere eine gute Anlage?

Sollte ich die Riester-Rente beantragen oder das Geld doch lieber in Immobilien stecken? Sicher sind sich die Deutschen nicht, was nun der richtige Weg ist, um auch im Alter noch sorglos leben zu können. Nur eines ist gewiss: Die gesetzliche Rente wird für einen geruhsamen Lebensabend nicht mehr ausreichen.

Eine gute Ergänzung zur gesetzlichen Rente können Aktien sein. Dafür bieten sich neben Fonds auch ETFs an. ETFs sind Exchange Traded Funds, also Investmentfonds, die direkt über die Börse gehandelt werden können. Sie bilden Indizes wie den Dax ab und bündeln Aktien unterschiedlicher Unternehmen. Auf diese Weise wird das investierte Geld breiter gestreut und das Verlustrisiko gesenkt.

Allerdings schrecken davor viele Deutsche zurück, denn Wertpapiere als Altersvorsorge sind nach Ansicht vieler immer noch was für risikofreudige Anleger. Vor allem die Gefahr von Kursbrüchen und Wertverlusten bereiten Anlegern Kopfzerbrechen. Allerdings erzielen Wertpapiere auch höhere Erträge als das klassische Sparbuch.

Wer jedoch sein Geld in ETFs anlegt, ist vor Kursschwankungen gefeit. Wie bereits erwähnt, bestehen diese aus Aktien unterschiedlicher Firmen und Branchen. Durchlebt zum Beispiel die Autobranche eine Krise, sinken zwar die Kurse solcher Aktien, aber Wertpapiere aus dem Pharma- oder Technologiesektor können diese Verluste wieder ausgleichen. Ein weiterer Vorteil: Anleger können über das angesparte Vermögen jederzeit verfügen.

Lohnt sich eine betriebliche Altersvorsorge?

Wer bei der Rente nicht auf Risiko setzen will, kann sich auch für eine betriebliche Altersvorsorge entscheiden. Dabei wird ein Teil des Gehalts auf ein zusätzliches Rentenkonto eingezahlt. Da dieser Anteil vom Bruttogehalt abgezogen wird, sparen Angestellter und Arbeitgeber Steuern und Sozialabgaben. Die betriebliche Altersvorsorge ist allerdings nicht für jeden Arbeitnehmer wirklich sinnvoll. Wer nämlich von ihr richtig profitieren will, muss lange Einzahlen und auch ein langes Leben führen. Außerdem verringert sich der eigene Beitrag zu gesetzlichen Rente, da weniger Bruttogehalt versteuert wird.

Und auch diesen Punkt gilt es zu beachten: Zwar sparen Arbeitnehmer in der Gegenwart, müssen aber im Rentenalter die betriebliche Altersvorsorge versteuern. Denn diese ist zu 100 Prozent sozialversicherungs- und steuerpflichtig. Dennoch ist sie ein guter Ansatz, um im Ruhestand mehr Geld zur Verfügung zu haben.

Altersvorsorge für Familien: Wann ist eine Riester-Rente sinnvoll?

Seit 2002 können die Deutschen mit der Riester-Rente auch private Altersvorsorge betreiben. Dabei steht ihnen eine riesige Auswahl an Modellen vor der Nase: Rentenversicherung, Fondssparplan, fondsgebundene Riester-Rente, Banksparplan oder Wohn-Riester. Allerdings lohnt sich nicht jede Variante für jeden gleich – eine ausgiebige Recherche ist unumgänglich.

Für Angestellte mit Familien oder Alleinstehende kann sich eine Riester-Rente lohnen. Dabei steuert der Staat eine Grundzulage zu den vom Kunden eingezahlten Beträgen hinzu. Da kommen auch die Kinder ins Spiel. Denn für jeden Spross gibt es extra Geld.

Altersvorsorge: So sorgen die Deutschen für ihren Ruhestand

Obwohl viele Deutsche Angst davor haben, im Rentenalter finanzielle Probleme zu bekommen, beschäftigt sich gerade mal die Hälfte der Erwachsenen mit dem Thema Altersvorsorge. Immerhin verfügen 45 Prozent der Deutschen über eine gesetzliche Altersvorsorge. Dies zeigt eine Umfrage von Statista und YouGov aus dem Jahr 2017.

Weitere 38 Prozent legen Geld für den Ruhestand auf die Seite, während rund 25 Prozent auf Wertanlagen wie Immobilien setzen. Vor Aktien als Altersvorsorge schrecken viele noch zurück. Nur 13 Prozent setzen auf Wertpapiere.

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