Ackermann fordert mehr europäische Integration

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Laut Josef Ackermann müsste man die europäischen Staaten miteinander verzahnen.

Hamburg - Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann sieht in einer weiteren europäischen Integration die einzige Chance zur Überwindung der Euro-Schuldenkrise.

“Es kann nicht angehen, die politische Handlungsfähigkeit auf dem Altar der unternehmerischen Freiheit zu opfern“, sagte Ackermann am Freitag auf dem Deutschen Wirtschaftsforum in Hamburg.

Allerdings sei es notwendig, die europäischen Staaten enger miteinander zu verzahnen. Nur ein geeintes Europa habe auch in Zukunft einen ausreichenden internationalen Einfluss auf die Regelsetzung, sagte Ackermann. Die Vorstellung einer Währungsunion mit nationalen Fiskalpolitiken habe sich als Illusion erwiesen. Ackermann sprach sich in seiner Rede zugleich gegen einen Schuldenschnitt oder den Ausschluss einzelner Staaten aus dem Euro-Raum aus.

Linken-Chef Ernst empört sich über Deutsche-Bank-Chef

Linke-Chef Klaus Ernst hat die Äußerungen von Josef Ackermann zur europäischen Schuldenkrise zurückgewiesen. “Josef Ackermann ist nun wirklich der letzte, der der Politik öffentlich Ratschläge zur Bewältigung der europäischen Krise erteilen kann“, sagte Ernst der Nachrichtenagentur dapd am Freitag. Schließlich hafteten die Steuerzahler “mit Milliarden für die Profite seiner Bank“. Ackermann hatte auf einer Tagung in Hamburg gesagt, vor allem politische Entscheidungen hätten zur “Eskalation der Lage“ in Europa beigetragen.

Ernst sagte weiter, die Deutsche Bank erwirtschafte “gigantische Profite, indem sie Staaten mit Wucherzinsen knebelt“. Auch dessen Foderung nach einer stärkeren europäischen Integration seien letztlich ein “Affront“, der nicht ohne Folgen bleiben dürfe. “Die Bundesregierung sollte ihn sofort von allen nationalen und internationalen Beraterfunktionen für die Politik entbinden.“

dapd

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