Zwölf Tote bei Hochwasser in Polen

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In Polen kämpfen die Menschen gegen steigendes Hochwasser.

Warschau - Bei dem Hochwasser in Polen sind bislang mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Eine Entwarnung gibt es noch nicht, der Wasserpegel steigt weiter.

Die Leiche einer ertrunkenen Frau sei in der Nähe von Sandomierz gefunden worden, sagte ein Feuerwehrsprecher dem polnischen Rundfunk am Samstag. Teile der Stadt, die rund 200 Kilometer südlich von Warschau liegt, stehen seit Mitte der Woche unter Wasser. In Kattowitz in Oberschlesien ertrank ein Mann.

“Das Hochwasser ist noch nicht vorbei“, warnte der polnische Regierungschef Donald Tusk nach einer Sitzung des Krisenstabes. An einigen Stellen wachse die Gefahr, so Tusk. In Warschau stieg der Weichsel-Pegel am Morgen auf 7,74 Meter. Damit wurde die Alarmmarke von 6,50 Metern deutlich überschritten. Als kritisch gilt eine Flusshöhe von acht Metern.

Freitagabend erreichte der Hochwasserscheitel Polens Hauptstadt, die Deiche hielten aber bisher den Wassermassen stand. Die Flutwelle rollte weiter nach Norden und bedrohte weitere Städte an der Weichsel - Plock und Wloclawek. Südlich von Warschau war es zu Dammbrüchen gekommen. Die Wassermassen überfluteten mehrere Ortschaften.

Die Flutwelle auf der Oder erreichte inzwischen Breslau. Dort sollen Einwohner gefährdeter Stadtteile in Sicherheit gebracht werden.

dpa

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