Zwei Tote bei Waldbränden in Spanien und Portugal

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Waldbrände in Portugal.

Madrid/Lissabon - In Portugal und Spanien wüten Waldbrände. Zwei Feuerwehrleute kamen in den Flammen in Spanien ums Leben. Die Kritik in der Bevölkerung nimmt zu.

Portugals Staatspräsident Aníbal Cavaco Silva und Ministerpräsident José Sócrates haben aufgrund der Waldbrände im Norden des Landes ihre Ferien unterbrochen. Sie besuchten am Freitag die Einsatzzentrale des Zivilschutzes in Lissabon. Damit reagierten sie auch auf Vorwürfe aus der Bevölkerung, wonach die Verantwortlichen in Portugal keine Lehren aus den Waldbränden der vergangenen Jahren gezogen haben sollen. In den portugiesischen Wäldern wüteten am Freitag 16 Feuersbrünste. Am schwersten betroffen war nach Angaben des Zivilschutzes die zum Naturpark erklärte Gebirgsregion Serra da Estrela 250 Kilometer nordöstlich von Lissabon.

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit gaben die Behörden für mehrere Gegenden in Nordportugal die höchste Alarmstufe wegen Waldbrandgefahr. In Spanien kamen bei der Bekämpfung eines Waldbrandes im Nordwesten des Landes zwei Feuerwehrleute ums Leben. Wie die Zeitung “La Voz de Galicia“ berichtete, hatte die Feuerwehr den Brand in der Gegend der galicischen Stadt Pontevedra zunächst nicht als besonders gefährlich eingeschätzt. Der Wind habe jedoch wiederholt seine Richtung gewechselt, so dass die beiden Männer von Flammen eingeschlossen worden seien. In einem Dorf mussten die Einwohner sicherheitshalber ihre Wohnungen verlassen.

Das Feuer war nach Angaben der Behörden vermutlich von Brandstiftern gelegt worden. Im benachbarten Portugal waren erst kürzlich eine Feuerwehrfrau in den Flammen gestorben und ein erschöpfter Kollege bei einem Unfall ums Leben gekommen. Waldbrände sind jedes Jahr ein großes Problem für Portugal. Mit insgesamt 5500 Feuern war der vergangene Monat der brandreichste Juli der vergangenen fünf Jahre.

dpa

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