Zurück in die Freiheit

14 Orang-Utans reisen heim nach Indonesien

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Für diese Orang-Utans geht's zurück in die Heimat.

Bangkok - Jahrelang lebten sie hinter Gittern. Jetzt schickt Thailand 14 Orang-Utans zurück in ihre indonesische Heimat. Viele Artgenossen leben aber weiter unter unwürdigen Bedingungen.

Der Dschungel ruft: 14 illegal nach Thailand eingeführte Orang-Utans treten nach jahrelanger Wartezeit die Heimreise in den Regenwald von Indonesien an. Die Menschenaffen seien bereits vor Jahren in Privatzoos im Süden Thailands beschlagnahmt worden, teilte die Tierschutzorganisation „Wildlife Friends Foundation Thailand“ (WFFT) mit. Jedoch hätten die Aktivisten die Behörden erst jetzt davon überzeugen können, die vom Aussterben bedrohten Primaten nach Hause zu schicken.

Die Orang-Utans wurden zuletzt im „Khao Prathap Chang Wildlife Breeding Centre“ in der Ratchaburi Provinz versorgt, wie die Zeitung „Bangkok Post“ am Mittwoch berichtete. Von dort sollten sie zunächst mit Lastwagen in die 80 Kilometer entfernte Hauptstadt Bangkok gebracht werden. Der Transport solle in der Nacht stattfinden, um die Tiere nicht unnötig aufzuregen. Anschließend würden die Käfige in ein Flugzeug geladen und nach Kalimantan - den indonesischen Teil der Insel Borneo - geflogen. Am Donnerstag sollten sie dort ankommen.

Sie werden nie wieder in Freiheit alleine überleben

Die intelligenten Menschenaffen seien von Tierärzten eingehend untersucht worden, bevor das grüne Licht für die Rückführung gegeben wurde, hieß es. In Indonesien werden sie zunächst auf der Insel Java vier Wochen lang in Quarantäne bleiben, bevor sie in einem Rehabilitationszentrum für Orang-Utans wieder lernen sollen, sich in der Wildnis zurechtzufinden. Es gilt jedoch als unwahrscheinlich, dass die Tiere nach so langer Gefangenschaft je wieder frei im Regenwald überleben könnten.

Es ist das dritte Mal, dass Thailand Orang-Utans zurück nach Indonesien schickt: 2006 waren 48 Tiere heimgebracht worden, 2007 waren es 4. In Thailand werden sie oft nicht nur in Privatzoos unter unwürdigen Bedingungen gehalten, sondern auch für brutale Show-Boxkämpfe missbraucht. Zwei verschiedene Orang-Utan-Arten leben heute nur noch auf den Inseln Borneo und Sumatra. Insgesamt gibt es Schätzungen des WWF zufolge weniger als 50 000 Exemplare.

dpa

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