Zeppelin-Flucht auf Gran Canaria vereitelt

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Der Plan wäre wohl kaum erfolgreich gewesen: Da der Zeppelin leuchtend weiß ist, wäre er den Wachmännern auch nachts sicherlich aufgefallen.

Las Palmas - Die spanische Polizei hat den Plan eines italienischen Drogenpaten vereitelt, mit Hilfe eines Zeppelins aus einem Gefängnis auf der Kanaren-Insel Gran Canaria auszubrechen.

Der 51-Jährige hatte seine Komplizen angewiesen, ihm nächtens mit dem ferngesteuerten Luftschiff die nötige Ausrüstung wie Seile, ein Nachtsichtgerät und einen Tarnanzug zukommen zu lassen, wie der Rundfunk am Samstag berichtete. Vom Dach der Haftanstalt in Las Palmas aus wollte er sich dann in die Freiheit abseilen. Da die Post der Häftlinge jedoch kontrolliert wird, flog der kühne Plan auf. Die Polizei nahm die drei Komplizen fest.

Einer von ihnen hatte auf einem Hügel in der Nähe des Gefängnisses gezeltet, um den Ausbruch von dort mit Hilfe eines Fernglases zu koordinieren. Große Chancen hatte der Plan nach Angaben der Gefängnisleitung ohnehin nicht: Der etwa vier Meter lange Zeppelin ist leuchtend weiß und wäre auch nachts kaum zu übersehen gewesen, wie es hieß.

Mit Fluggeräten hat der 51-jährige Italiener schon zuvor wenig Fortune gehabt. Er war geschnappt worden, als er versuchte, mit einem von ihm gesteuerten Wasserflugzeug 200 Kilogramm Kokain von Mauretanien nach Spanien zu schmuggeln.

dpa

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