Zehntausende beim traditionellen "Morgestraich"

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Zehntausende sind zum traditionellen "Morgestraich" nach Basel gekommen.

Basel - Mit dem Ruf “Morgestraich vorwärts marsch!“ hat am Montag pünktlich um 4.00 Uhr die traditionelle Fasnacht begonnen. Und es war ein besonderes Jubiläum: das 100-Jährige.

Insgesamt hatten sich 484 Gruppierungen bei den Organisatoren, dem “Fasnachts-Comité“, angemeldet, das in diesem Jahr sein 100. Jubiläum feiert. Zunächst bei Regen und plus vier Grad setzte sich der Zug der bunt kostümierten Narren in Bewegung, nachdem zuvor die Straßenlampen erloschen waren. Nur die kleinen und riesigen Laternen beleuchteten die dunklen Straßen und Gassen, in denen sich die Narren mit Trommeln und Piccolos drängelten. Mit dem “Morgestraich“ (auch “Morgenstraich“) begann die “Basler Fasnacht“ in diesem Jahr unter dem Motto “E rundi Sach!“ (Eine runde Sache!) ein 72-stündiges närrisches Treiben.

Mit Sonderzügen und Bussen waren tausende Zuschauer auch aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg in die Nordschweizer Stadt am Rhein gekommen. Nach der Reformation von 1529 hielten die Basler an ihrer Fastnacht fest und feiern - anders als ihre katholischen Nachbarn - eine Woche zeitversetzt ihre “drey scheenschte Dääg“ (drei schönsten Tage). Bei den Umzügen im Laufe des Montag wurden auf bemalten Laternen, Wagen und Requisiten vor allem Schweizer Probleme und Missgeschicke angesprochen. Dazu gehören das Bauverbot für Minarette, die Steuerdatenaffären oder der Streit mit Libyens Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi um festgehaltene Schweizer.

dpa

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