Yemenia stellt Flüge von Marseille ein

Eine Maschine von Yemenia.

Paris - Drei Tage nach dem Flugzeugabsturz vor den Komoren hat Yemenia ihre Flüge von Marseille eingestellt. Unterdessen droht Frankreich der Gesellschaft mit einem Flugverbot.

Lesen Sie hierzu auch:

Airbus-Überlebende: Es war wie ein Stromschlag

Grund dafür seien die “schwerwiegenden Ereignisse und die gewaltsamen Aktionen der vergangenen Tage“, teilte die Fluggesellschaft am Donnerstagabend mit. Aufgebrachte Komorer hatten seit dem Absturz am Flughafen von Marseille gegen die Fluggesellschaft protestiert. Sie werfen Yemenia den Einsatz “fliegender Särge“ auf den Anschlussflügen außerhalb Europas vor.

Bilder vom Unglück

Bilder: Flugzeugunglück vor den Komoren

Bei dem Absturz des 19 Jahre alten Airbusses in der Nacht zu Dienstag sind vermutlich 152 Menschen ums Leben gekommen. Eine Zwölfjährige wurde leicht verletzt gerettet und nach Paris gebracht.

Frankreich droht mit Flugverbot

Unterdessen hat Frankreich der jemenitischen Fluggesellschaft mit einem Flugverbot gedroht. Es seien “sehr große Anstrengungen“ notwendig, damit die Airline nicht auf der Schwarzen Liste der Europäischen Union lande, sagte Verkehrsstaatssekretär Dominique Bussereau am Freitag dem Sender RTL. 

Nach Darstellung der komorischen Gemeinde in Frankreich setzt Yemenia seit Jahren technisch mangelhafte Maschinen für Flüge auf die Komoren ein. Am Freitag versuchten rund 50 Demonstranten, den Abflug einer Yemenia-Maschine von Paris nach Sanaa zu verhindern. Die Maschine sollte schließlich mit mehrstündiger Verspätung und nur 72 statt 180 gebuchten Passagieren abheben, sagte ein Flughafensprecher.

Die Demonstranten forderten von der Regierung, Verbindungen mit Air-France-Maschinen für Flüge in ihre alte Heimat einzurichten.

dpa/ap

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare