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Dürre-Prognose für den Sommer 2022 zeichnet düsteres Bild

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Auch dieses Jahr könnte die Dürre des Sommers wieder zu einem Problem werden. Nach neuen Prognosen soll in manchen Regionen etwa ein Fünftel weniger Regen fallen. 

Kassel – Im Frühling und im Sommer 2022 fällt voraussichtlich zu wenig Regen. Meteorologe Jan Schenk erwartet daher eine Dürre in Deutschland. Der Erdboden sei jetzt schon viel zu trocken, vor allem im Osten und Nordosten der Bundesrepublik. In den kommenden zwei Mai-Wochen steige die Waldbrandgefahr deutlich. Das betrifft insbesondere Mitte und Osten des Landes.

Das Wetter im Mai wird jüngsten Prognosen zufolge doch trockener als vorhergesagt. So bleibt es bis zur vorletzten Maiwoche weitgehend trocken. Ende Mai gibt es noch ein wenig Hoffnung, denn dann könnte es mehr regnen. Niederschlag gibt es dann im Süden und im Norden, die Mitte Deutschlands bekommt aber nichts ab. Der Dürre-Trend dürfte sich also laut Schenk fortsetzen.

Dürre in Bayern: Der Grundwasserspiegel ist vielerorts schon auf niedrigem Niveau.
Dürre in Bayern: Der Grundwasserspiegel ist vielerorts schon auf niedrigem Niveau. Im Sommer könnte es noch schlimmer werden, wie hier 2021 in Hammelburg. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Dürre-Prognose für den Sommer 2022: Deutlich zu wenig Niederschlag

Wetter.net berichtet, dass die Eisheiligen (11. Mai bis 15. Mai) dieses Jahr mit Temperaturen zwischen 23 und 28 Grad sehr warm ausfallen. In manchen Teilen Deutschlands könnte es demnach sogar bis zu 30 Grad warm werden. Die Wettervorhersage für die kommenden Tage:

TagWettervorhersage
Samstag, 7. Mai15 bis 22 Grad, überwiegend freundlich
Sonntag, 8. Mai18 bis 24 Grad, viel Sonnenschein
Montag, 9. Mai18 bis 24 Grad, viel Sonnenschein
Dienstag, 10. Mai21 bis 26 Grad, überwiegend sonnig
Mittwoch, 11. Mai22 bis 28 Grad, sehr sommerlich
(Quelle: wetter.net)

Die Prognose für den Sommer fällt mit Blick auf den Niederschlag eher schlecht aus: Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu wenig Regen gibt, ist sehr hoch. Etwa 50 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen auf den Gesamtniederschlag könnte im Sommer ausbleiben. Das ist in manchen Regionen etwa ein Fünftel oder ein Viertel des Gesamtniederschlags. Angesichts des sehr trockenen Frühjahrs ist das laut Jan Schenk nun der Anlass, schon jetzt Wasser zu sparen. (Natascha Terjung)

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