Weiter Spekulationen über Airbus-Absturz

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Auch ein Blitzeinschlag in den Airbus wird als Absturzursache gehandelt (Fotomontage).

Paris - Einen Tag nach dem Verschwinden der Air-France- Maschine mit 228 Menschen an Bord wird weiter über die möglichen Ursachen spekuliert.

“Es ist noch zu früh, um zu rekonstruieren, was wirklich passiert ist“, sagte der Flugexperte François Grangier dem Sender i-tele am Dienstag. Es sei ungewöhnlich, dass es derart wenige Anhaltspunkte gebe. Die Maschine habe zwar ein automatisches Signal ausgesendet, dass es ein Problem mit der Stromversorgung gebe. “Die Frage ist, ob dies ein Auslöser oder die Folge eines anderen Problems war“, erklärte Grangier.

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Die Fluggesellschaft hatte recht früh von der Möglichkeit eines Blitzeinschlags gesprochen. “Schlimmer als Blitze sind die Turbulenzen, in denen beispielsweise die Flügel des Flugzeugs abbrechen können“, erläuterte Grangier. Möglicherweise seien im Sturm auch die Antennen und das Radar der Maschine zerstört worden.

Ein Sprecher des französischen Pilotenverbandes verwies unterdessen auf die sogenannte Intertropische Konvergenzzone, durch die das Flugzeug geflogen sei. In der Nähe des Äquators träfen Winde von Nord und von Süd aufeinander. “Dort gibt es regelmäßig heftige Gewitter und Hagelschauer“, sagte Eric Derivy vom Pilotenverband.

Ein Pilot der brasilianischen Fluglinie TAM hatte während eines Atlantik-Fluges in der Nacht zum Montag möglicherweise brennende Teile auf der Meeresoberfläche entdeckt. Unterdessen setzen das brasilianische und das französische Militär ihre Suche nach der Maschine im Atlantik fort.

dpa

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