Wasserbüffel verursacht Zugunglück mit 18 Toten

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Bei einem zugunglück in Ägypten sind 18 Menschen umgekommen. Ein Wasserbüffel war schuld.

Kairo - Ein entlaufender Wasserbüffel hat in Ägypten ein schweres Zugunglück verursacht, bei dem mindestens 18 Menschen ums Leben kamen und 39 weitere Personen verletzt wurden.

Dies teilten die Behörden am Sonntag mit, die nach dem Unglück am Rande der Hauptstadt Kairo am Samstag zunächst von 25 Toten gesprochen hatten. Bei dem Unfall fuhr ein Zug auf einen anderen haltenden Zug auf, wie die Nachrichtenagentur MENA berichtete. Mehrere Waggons wurden zerstört. Die Rettungsmannschaften bemühten sich, die Toten und Verwundeten aus den Trümmern zu bergen.

Ein Augenzeuge berichtete, der erste Zug habe halten müssen, nachdem er mit dem Wasserbüffel und dessen Besitzer kollidiert war. Als der Lokführer ausgestiegen sei, um nachzusehen, sei der zweite Zug aufgefahren. Das ägyptische Eisenbahnsystem gilt als marode, jedes Jahr kommt es zu tödlichen Unfällen, die meist auf die mangelhafte Wartung der Züge und Gleise zurückzuführen sind.

Beim schwersten Zugunglück in der Geschichte Ägyptens im Februar 2002 wurden 363 Menschen getötet, als in einem fahrenden Zug Feuer ausbrach. Im August 2006 wurden bei der Kollision zweier Züge 58 Menschen getötet. Danach kündigte der Verkehrsminister an, dass die Infrastruktur erneuert werden müsse. Ende##

AP

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