Verbotene Mittel in Wein aus Argentinien gefunden

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In Wein aus Argentinien ist ein verbotenes Mittel gefunden worden.

Stuttgart - In Wein aus Argentinien ist ein verbotenes Mittel gefunden worden. Baden-Württembergs Verbraucherschutzminister äußerte sich am Mittwoch, ob Gefahr für Verbraucher bestehe.

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Das verbotene Antibiotikum Natamycin wird gegen unerwünschte Hefe- und Schimmelpilzbildung verwendet und ist in in sieben von 42 argentinischen Weinen nachgewiesen worden. Das teilte Peter Hauk, Baden-Württembergs Verbraucherschutzminister am Mittwoch mit. Eine Gesundheitsgefahr für den Verbraucher bestehe aber nicht, erklärte der CDU-Politiker.

 Im Herbst 2009 sei in der Fachpresse über Befunde von Natamycin in einzelnen Weinen berichtet worden. Insgesamt seien bisher 237 Weine aus Südafrika, Argentinien, Chile, USA, Australien und Europa einschließlich Deutschland untersucht worden. In Wein aus Europa sei kein Natamycin gefunden worden. Natamycin ist nach Angaben des Ministeriums ein Antibiotikum, das in der Lebensmittelwirtschaft gegen unerwünschte Hefe- und Schimmelpilzbildung eingesetzt werden kann.

Es sei als Zusatzstoff bei der Herstellung von Käse zur Behandlung der Rinde und bei getrockneten und gepökelten Würsten zur Oberflächenbehandlung zugelassen. Das in Argentinien eingesetzte Natamycin sollte vermutlich unerwünschte Hefepilze im Wein beseitigen, die für negative Geschmacks- und Geruchsnoten verantwortlich gemacht werden. Natamycin sei allerdings auch in Argentinien bei der Weinherstellung nicht zugelassen.

ap

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