Großmütige Geste

US-Massaker: Opfervater rührt die Nation

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Robbie Parker verlor seine sechsjährige Tochter Emilie bei dem Blutbad an der US-Grundschule

Newtown - Emilie wurde nur sechs Jahre alt. Der Amokschütze von Newtown erschoss sie und 19 andere Kinder. Jetzt wandte sich Emilies Vater mit einer Geste des Großmuts an die Öffentlichkeit.

Emilie wurde zum Sinnbild der Tragödie von Connecticut. Das Bild des kleinen lächelnden Mädchens mit den blonden Haaren und den strahlend blauen Augen kennt in den USA inzwischen fast jeder. Ihr Vater Robbie Parker wandte sich an die Öffentlichkeit, obwohl er von Trauer überwältigt kaum sprechen konnte. „Sie war die Art von Mensch, der in einem Raum die Sonne aufgehen ließ“, sagte der junge Mann mit von Trauer gezeichnetem Gesicht. „Sie ist ein unglaublicher Mensch, und ich bin gesegnet, dass ich ihr Vater sein darf.“

„Es ist eine schreckliche Tragödie, und ich möchte, dass alle wissen, dass wir in unseren Herzen und Gebeten bei ihnen sind. Das gilt auch für die Familie des Schützen“, so Parker. Die großherzige Geste hätte seine Tochter so gewollt. „Meine Tochter Emilie wäre eine der ersten, die all diesen Opfern ihre Liebe und Unterstützung geben würde.“ Aber Emilie wurde nur sechs Jahre alt.

Mit Emilie starben 19 Kinder. Sie hießen Charlotte, Daniel und Olivia, Ana, Dylan und Madeleine, Catherine, Chase und Jesse, Grace, James und Jack, Joesphine, Caroline und Jessica, Avielle, Benjamin und Allison. Der jüngste von ihnen, der kleine Noah, feierte vor drei Wochen seinen sechsten Geburtstag.

Zurück bleiben eine Kleinstadt, die nach Antworten sucht und so viele Familien, deren Verlust unbeschreiblich ist.

dpa

Trauerfeier für Opfer in Newtown

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