Connecticut will Todesstrafe abschaffen

Washington - Connecticut will als 17. Bundesstaat der USA die Todesstrafe abschaffen. Damit ist die Todesstrafe in den USA weiter auf dem Rückzug.

Nachdem das Landesparlament den Weg für die Aufhebung geebnet hatte, kündigte auch Gouverneur Dannel Malloy an, die Vorlage zu unterzeichnen. Er warte nur noch darauf, dass das Gesetz auf seinem Schreibtisch lande, bestätigte sein Büro in Hartford der Nachrichtenagentur dpa am Freitag.

Im vergangenen Jahr hatte Illinois als 16. US-Bundesstaat Schluss mit der Praxis gemacht. Nach Angaben des Todesstrafen-Informationszentrums (Death-Penalty Information Center) ist Connecticut der fünfte Staat in fünf Jahren, der die Todesstrafe abschafft. In dem Ostküstenstaat sei in den letzten 52 Jahren lediglich eine Person zum Tode verurteilt und hingerichtet worden.

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, lobte den Schritt: “Ich begrüße die Abschaffung der Todesstrafe im US-Bundesstaat Connecticut. Ich appelliere an den Gouverneur von Connecticut, die verbleibenden Todeskandidaten zu begnadigen“, teilte er am Freitag mit. Die Gesetzesvorlage sieht keine rückwirkende Begnadigung vor. Sie gilt damit nicht für die elf Menschen, die in dem Staat derzeit in der Todeszelle sitzen.

In Zukunft gilt die Todesstrafe noch in 33 Bundesstaaten. Die USA sind das einzige westliche Land, in dem sie verhängt und vollzogen wird.

dpa

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