US-Bergwerk: Bestimmungen nicht eingehalten

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Unglück in US-Bergwerk.

Montcoal/USA - Das US-Kohlebergwerk, in dem bei einer Explosion mindestens 25 Arbeiter ums Leben kamen, ist am Unglückstag wegen zweier Verstöße gegen die Sicherheitsbestimmungen gerügt worden.

Das US-Kohlebergwerk, in dem bei einer Explosion mindestens 25 Arbeiter ums Leben kamen, ist am Unglückstag wegen zweier Verstöße gegen die Sicherheitsbestimmungen gerügt worden. Das geht aus am Mittwoch veröffentlichten Behördenunterlagen hervor. Ein Sprecher des Energiekonzerns Massey erklärte, die Sicherheitsmängel seien nicht lebensbedrohlich gewesen. Kevin Stricklin von der US-Behörde für Bergwerkssicherheit zeigte sich überzeugt, dass das Unglück nicht mit den Verstößen in Zusammenhang stehe. Moniert wurde den Unterlagen zufolge, dass keine ausreichenden Pläne für Fluchtwege aus der Mine Upper Big Branch im Staat Virginia vorlagen.

Außerdem sei ein defektes Elektrokabel an einem Gerät beanstandet worden. Massey-Sprecher Jeff Gillenwater sagte, dieses Problem sei noch am selben Tag behoben worden. Zwei Tage nach dem Unglück wurden am Mittwoch noch vier Bergleute vermisst. Stricklin erklärte, die Rettungskräfte wollten möglicherweise noch in der Nacht zum (heutigen) Donnerstag in der Mine rund 50 Kilometer südlich von Charleston nach den Vermissten suchen. Das Grubenunglück war das schwerste in den USA seit 1984. Damals kamen in einer Mine in Utah 27 Menschen ums Leben.

DAPD

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