Kriegsverbrechen

Lebenslange Haft für Massenmorde in Bosnien

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Das UN-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag befand Milan Lukic (rechts) zahlreicher Kriegsverbrechen für schuldig.

Den Haag - Einer der blutrünstigsten serbischen Kriegsverbrecher ist am Montag für grausame Massenmorde in Bosnien zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Sein mitangeklagter Cousin erhielt eine 30-jährige Gefängnisstrafe. Das UN-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag befand Milan und Sredoje Lukic zahlreicher Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit beziehungsweise der Beihilfe dazu für schuldig. Die Staatsanwaltschaft hatte für beide lebenslange Strafen gefordert.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass insbesondere der heute 41-jährige Milan Lukic als Anführer der Bande “Weiße Adler“ mit Hilfe seines heute 48-jährigen Cousins während der Balkan-Kriege Dutzende von bosnisch-muslimischen Frauen, Kindern und alten Männern in Häuser eingesperrt und die Gebäude dann mit Granaten in Brand gesetzt hat. Menschen, die versuchten, aus Fenstern zu fliehen, seien kaltblutig erschossen worden. Milan Lukic habe mit äußerster Grausamkeit und Kaltblütigkeit getötet, erklärte Richter Patrick Robinson. Allein habe der Angeklagte insgesamt mindestens 142 Menschen ermordet. 

dpa 

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