Sturzflut reißt 16 Camper in US-Nationalpark in den Tod

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Die Sturzflut, die Menschen in den Tod riss und alles zerstörte, kam völlig überraschend.

Washington - “Es war wie ein Tsunami“, schilderte eine Augenzeugin. Eine plötzliche Sturzflut nach heftigen Regenfällen hat auf einem Campingplatz im Südwesten des US-Staates Arkansas mindestens 16 Menschen in den Tod gerissen.

Zu den Opfern gehören auch Kinder. Und die Zahl der Toten könnte noch steigen: Stunden nach dem Unglück wurden etwa 30 Menschen weiterhin vermisst, berichteten US-Medien am Freitag. Die Polizei äußerte die Hoffnung, dass sie sich in Sicherheit bringen konnten und zu Fuß in dem unwegsamen Gelände unterwegs sind - auf der Suche nach Hilfe. Zwischenzeitlich hatten die Behörden sogar bereits von 20 Toten gesprochen.

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Die Wassermassen hatten den an einem Fluss in einem engen Tal gelegenen Albert-Pike-Campingplatz am frühen Freitagmorgen mit voller Wucht getroffen. Viele der Urlauber - darunter ganze Familien - lagen noch im Schlaf. Das Fernsehen zeigte Bilder von zertrümmerten Blockhütten und zerrissenen Zelten. Die Nationalgarde half mit Blackhawk-Hubschraubern bei der Suche nach Überlebenden. Nach Polizeiangaben wurden bis zum Freitagabend (Ortszeit) mehr als 30 Menschen unversehrt oder leicht verletzt geborgen.

Völlig verwüstet ist der Campingplatz nach der Sturzflut.

Der Campingplatz liegt völlig isoliert inmitten eines Nationalparks in den Ouachita Mountains. Die Camper machen hier in den mehreren Dutzend Blockhütten, in Zelten oder auch in Wohnwagen Urlaub, und es gibt auch einige Dauereinwohner in der grünen Idylle am Little Missouri River. Das Wasser in diesem kleinen Fluss war am Donnerstagabend noch knapp ein Meter hoch, wie üblich. Dann schwoll der Fluss nach schweren Regenfällen binnen zwölf Stunden massiv an, wurde praktisch “eingeklemmt“ in dem engen Tal, und eine bis zu sechs Meter hohe Wasserfront stürzte bergab auf den Campingplatz. Der Gouverneur von Arkansas, Mike Beebe, zeigte sich erschüttert, sein Sprecher Matt DeCample sprach von einer “schrecklichen Tragödie“.

dpa

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