Selbstmordattentäterin in Moskau war 17 Jahre alt

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Die Selbstmordattentäterinnen der Anschläge in der Moskauer Metro sind identifiziert. Es handelt sich um ein 17 Jahre altes Mädchen und eine 20-Jährige. Ihre Motive sind bekannt.

Moskau - Die Selbstmordattentäterinnen der Anschläge in der Moskauer Metro sind identifiziert. Es handelt sich um ein 17 Jahre altes Mädchen und eine 20-Jährige. Ihre Motive sind bekannt.

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Nach den Terroranschlägen in der Moskauer Metro haben die Behörden eine 17-Jährige aus dem Konfliktgebiet Nordkaukasus als eine der beiden Selbstmordattentäterinnen identifiziert. Die junge Frau aus der Teilrepublik Dagestan habe sich mit der Bluttat vermutlich für den Tod ihres Mannes “rächen“ wollen, der vor wenigen Wochen als Untergrundkämpfer von kremltreuen Einheiten erschossen worden sei.

Selbstmordanschläge in Moskauer U-Bahn

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Das berichtete die russische Zeitung “Kommersant“. Sie veröffentlichte auch ein Foto der jungen Frau, das sie mit schwarzem Kopftuch und Pistole in der Hand zeigt. Ein ebenfalls bewaffneter Mann hat den Arm um sie gelegt.  Bei ihm soll es sich dem Bericht zufolge um den Extremisten Umalat Magomedow handeln, der im Dezember von Regierungstruppen getötet wurde.

Die zweite Attentäterin stammte “Kommersant“ zufolge aus Tschetschenien, war 20 Jahre alt und heißt Marcha Ustarchanowa. Die Zeitung hatte am Donnerstag berichtet, sie sei die Witwe eines Extremisten, der im Oktober getötet wurde. Er soll einen Anschlag auf den tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow geplant haben.

Weibliche Selbstmordattentäterinnen aus dem Nordkaukasus werden in Russland gemeinhin als “Schwarze Witwen“ bezeichnet, da viele von ihnen Frauen oder andere Angehörige von Islamisten sind, die von russischen Sicherheitskräften getötet wurden.

Unterdessen stieg die Zahl der Toten der Anschläge vom vergangenen Montag auf mindestens 40. Ein 51-jähriger Mann starb am Freitag in einer Moskauer Klinik, wie die Agentur Interfax meldete.

dpa/DAPD

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