Ein Terroranschlag?

Schwerverletzte bei Messerattacke auf Amsterdamer Hauptbahnhof - Polizei schießt Angreifer nieder

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Der Bahnhof in Amsterdam wurde teilweise abgesperrt, nachdem ein Mann auf Menschen eingestochen hatte.

In Amsterdam hat ein Unbekannter zwei Menschen mit dem Messer niedergestochen. Beide sind schwer verletzt. Die Polizei schoss den Angreifer nieder. Möglicherweise war es ein Terrorakt.

Amsterdam - Mitten am Tag hat ein Angreifer mit einem Messer auf dem Amsterdamer Hauptbahnhof am Freitag zwei Menschen schwer verletzt. Die Polizei schoss den Verdächtigen daraufhin nach eigenen Angaben nieder, der Mann wurde verletzt. Augenzeugen beschrieben Szenen der Panik. Die Ermittler schlossen einen terroristischen Hintergrund nicht aus.

Die Polizei ermittele in alle Richtungen, sagte Amsterdams Polizeisprecher Rob van der Veen. "Wir schauen uns alle Szenarien an, auch das schlimmste Szenario, was Terrorismus ist." Laut van der Veen stach der Mann gegen 12.10 Uhr in einem Tunnel im Westteil des Hauptbahnhofs auf die beiden Menschen ein, bevor die Polizei auf ihn schoss. Die beiden Opfer seien "sehr schwer verletzt", sagte der Sprecher. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht.

Die Schüsse lösten Panik unter den tausenden anwesenden Touristen und Pendlern aus. Nach Angaben der Polizei erfolgte jedoch keine vollständige Evakuierung des Hauptbahnhofs. Zwei Bahnsteige seien vorübergehend gesperrt und nach zwei Stunden wieder geöffnet worden. Der Straßenbahnverkehr von der Haltestelle vor dem Bahnhofsgebäude war unterbrochen. Der Hauptbahnhof liegt im Norden der Amsterdamer Innenstadt. Rund 250.000 Passagiere nutzen den Bahnhof täglich. Die holländische Metropole mit ihrem von Kanälen durchzogenen Stadtzentrum ist ein beliebtes Reiseziel.

Ein Zeuge sagte, ein junger Mann mit einer blutenden Wunde an der Hand sei in sein im Bahnhof gelegenes Blumengeschäft gestolpert. "Kurz darauf hörte ich Schüsse, und ich weiß, dass etwas Schlimmes passiert ist", sagte Richard Snelders der Nachrichtenagentur ANP. Etwas später habe er einen auf dem Boden liegenden Mann gesehen. Spontan habe er an einen Terroranschlag gedacht. Die Panik im Bahnhof sei groß gewesen.

"Alles ging sehr schnell", sagte Snelders. Die Polizei habe den Mann mit der Schussverletzung auf Englisch angewiesen "am Boden" zu bleiben. Ein anderer Zeuge sagte dem örtlichen Fernsehsender AT, der Mann sei etwa 30 Jahre alt.

Ein AFP-Reporter berichtete, dass die Polizei kurz nach dem Messerangriff einen Abschnitt im Inneren des Bahnhofs abriegelte und sich eine große Menschenmenge draußen vor dem Gebäude versammelte. Darunter waren auch viele ausländische Touristen, die geduldig warteten. Die Polizei war mit vielen Einsatzkräften anwesend. Vor dem roten Backsteingebäude standen zahlreiche Polizeifahrzeuge und Krankenwagen.

Im Gegensatz zu Frankreich, Belgien und Deutschland gab es in den Niederlanden bislang keine derartigen Messerangriffe. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte erwähnte den Vorfall am Bahnhof in seiner wöchentlichen Pressekonferenz nicht.

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dpa

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