Schoko-Messe zeigt Models zum Anbeißen

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Dieses Model trägt ein Kleid aus Schokolade

Paris - Schokofächer, Schokokleid und Schokounterwäsche: Auf der größten Schokoladenmesse der Welt in Paris geht es sündig zu. Unter anderem sind aparte Models im süßen Outfit zu bestaunen.

Kakaobraun war Trumpf beim Auftakt der weltgrößten Schokomesse in Paris. An Designerroben klimperten Schokoplättchen, und am Kopf geriet ein übergroßer Schokozylinder in gefährliche Schwingungen beim federnden Modelschritt. Selbst bei den Accessoires gab es schmackhafte Akzente in Form von Schokoknöpfen, aufgesetzten Schokopailletten oder Perlenketten aus weißer Schokolade. Der Clou war eine auf den schlanken Modelleib gegossene und garantiert nicht tropentaugliche Schokocorsage mit reichhaltiger Verzierung.
Die feierliche Gala vor dem am Donnerstag eröffneten 16. Salon du Chocolat in Paris war nicht nur für Zartbitter-Fans ein sinnlicher Rausch. Ein Model konnte sich kaum zurückhalten: Es knabberte noch vor dem Verlassen des Laufstegs keck am Schokoarmreif. Modische Anspielungen auf die lateinamerikanische Herkunft der Kakaobohne oder den unglamourösen Jute-Transportsack lösten sich ab mit Miniröcken mit klimperndem Schokobesatz. Frankreichs einstiger Star-Kicker Frank Leboeuf hatte seinen Auftritt als antiker Krieger mit Schokohelm und Schokolanze.

Der bis zum 1. November dauernde Salon gilt als Mekka der Top- Chocolatiers, die dort jährlich den Besten der Besten küren. Dabei sind auch junge Talente wie die Französin Fleur Jerusalemy, die sich nach Lehrjahren im Ritz-Hotel und anderen großen Häusern unter dem Maya-Namen für Schokolade - Xocoatel - selbstständig machen will. Ihre mit filigranen japanischen Motiven verzierten Pralinen sind kleine Kunstwerke. “Man traut sich ja kaum, in so ein Kunstwerk zu beißen“, brachte es eine Messebesucherin auf den Punkt.

Mehr als 400 Aussteller wollen wenige Wochen vorm Weihnachtsfest auf 12 000 Quadratmetern die leckersten und exotischsten Naschtrends rund um die Schokolade präsentieren. Dazu gehören neben Schokobrause aus Aveyron Köstlichkeiten wie Foie gras mit Schokosoße, Konfitüre mit Schoko-Banane-Geschmack oder Schoko-Roquefort-Paste. Die Kreationen und Skulpturen reichen von Handtaschen, Globen, Damenschuhen und allerlei Getier bis hin zur Adventskrippe aus Schokolade.

Die Messe ist ein Tummelplatz für Schleckermäuler aus aller Welt mit Vorträgen, Verkosten und Verführungen. Insgesamt 120 000 Besucher werden erwartet. Vertreten sind alle großen Hersteller - darunter viele Namen, die Schoko-Fans auf der Zunge zergehen. Thematisch steht der Salon diesmal im Zeichen des Bio-Trends unter dem Motto “Ethik und Schok(olade)“. Erstmals wird in diesem Jahr auch der Internationale Kakao-Preis für den weltbesten Anpflanzer verliehen.

dpa

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