Entführte Nora im Chiemgau gefunden

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Mit diesem Foto einer Überwachungskamera sucht die Polizei die Täterin.

Unterwössen - Das drei Monate alte Kind, das heute um 10 Uhr im Salzburger Europark entführt wurde, ist wohlbehalten auf einem Parkplatz in Unterwössen gefunden worden. Die Entführerin hatte es dort liegen lassen.

Der Säugling, der heute gegen 10 Uhr im Salzburger Europark entführt wurde, konnte wohlbehalten gefunden werden. Die Entführerin hatte das Kleinkind an einem Penny-Supermarkt, zwischen Unterwössen und Oberwössen, hinter einen roten Kleinwagen gelegt. Anschließend versuchte die Frau in ihrem Pkw zu fliehen. Die Polizei konnte sie, wenige Kilometer vom Fundort des Säuglings entfernt, aufgreifen.

Der drei Monate alte Säugling lag in seinem MaxiCosi. Eine laut Polizeibericht 35-jährige mollige Frau mit dunklem Zopf soll die Mutter beim H&M in ein Gespräch verwickelt haben. Offenbar hatte sie auch einen Komplizen, einen Mann, südländischer Typ, der das Mädchen im rosa Strampler dann mitgenommen haben soll.

Die Polizei hat nach Angaben von Salzburg24.at den Europark umgehend geräumt, nachdem die Mutter Anzeige erstattet hatte. Die Großfahndung läuft. Deshalb kommt es auch zu massiven Verkehrsbehinderungen rund um den Europark.

Wie Bayernwelle Südost berichtet, hat die Polizei am Mittag nähere Einzelheiten bekannt gegeben. Demnach habe die Mutter die mutmaßliche Entführerin bereits kurz vorher kennengelernt. Die beiden hätten miteinander gesprochen, u.a. über Babys. Die Mutter war offensichtlich gerade in einer Umkleidekabine, als ihr das Baby entführt wurde. Polizei und Landeskriminalamt ermitteln auf Hochtouren. Sie haben bisher noch keine heisse Spur.

Die Frau soll mit blauer Bluse und Jeans bekleidet sein und einen schwarzen Zopf haben. Der Südländer ist laut Beschreibung 30 bis 40 Jahre alt, hat schwarzes Haar und einen Drei- Tages- Bart und ist mit einem T- Shirt und Jeans bekleidet.

Die kleine Nora wird wie folgt beschrieben: Sie hat kurze blonde Haare und ein auffälliges Mal am Rücken. Es ähnelt einer Biss-Spur und sieht aus wie eine rote Narbe.

Nach einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz gab die Polizei gegen 12 Uhr vor Journalisten bekannt, dass es sich den bisherigen Ermittlungen zufolge um eine Einzeltäterin handelt. Das berichtet Salzburg24.at. Informationen, wonach an der Entführung auch ein Mann südländischer Herkunft beteiligt gewesen sein könnte, hätten sich dem bisherigen Ermittlungsstand zufolge nicht bewahrheitet.

Die Frau habe Salzburger Dialekt gesprochen und ohne Komplizen gehandelt. Die Täterin habe sich in der Kinderabteilung des H&M- Geschäfts gezielt nach Kindern umgesehen, berichteten Zeugen. Die Mutter des entführten Mädchens, eine 34-jährige Salzburgerin, wird derzeit von einem Kriseninterventionsteam betreut. Sie hat noch zwei weitere Kinder im Alter von 2 und 4 Jahren.

red-bgl24/cz

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