"On the rocks": Whiskey liegt 100 Jahre in der Antarktis

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Ein Jahrhundert lang lagen zwei Kisten mit Scotch unberührt in der Antarktis. Sie sollen nun geborgen werden.

Hamburg - Whiskey auf Eis: Ein Jahrhundert lang lagen zwei Kisten mit Scotch unberührt in der Antarktis, nun sollen die Flaschen des Polarforschers Ernest Shackleton vorsichtig geborgen werden.

Die hochprozentigen Getränke waren vor drei Jahren unter einer Baracke gefunden worden, die Shackleton während seiner fehlgeschlagenen Expedition zum Südpol zwischen 1907 und 1909 genutzt hatte, wie der britische Sender BBC am Montag auf seiner Internetseite meldete. Die Getränkekästen seien komplett von Eis umschlossen und sollen mit Spezialwerkzeugen freigelegt werden.

Nach Angaben des New Zealand Antarctic Heritage Trust sollen Kisten und Flaschen in Neuseeland konserviert und dann in die abgelegene Hütte nach Cape Royds zurückgebracht werden. Auch die Baracke soll wieder so hergerichtet werden wie zu Zeiten des Polarforschers.

Probieren will den Whiskey keiner

Der Sprecher des Trusts, Al Fastier, glaubt, dass der Whiskey von der Expedition vergessen worden war. “Es ist kaum zu glauben, dass zwei Kisten unter der Hütte zurückgelassen wurden, ohne sie zu trinken“, sagte er laut BBC dem Sender Radio New Zealand. Er komme allerdings nicht in Versuchung, den Whiskey zu kosten. Er wolle den Mythos des Jahrhundert-Whiskeys erhalten. “Es wäre schrecklich, ihn zu probieren und dann zu erkennen, dass er verdorben ist.“

Obwohl Shackleton (1874-1922) scheiterte, kam er dem Südpol so nahe wie bis dahin niemand zuvor. Am 9. Januar 1909 musste die Expedition wegen Schneestürmen und schwindender Verpflegung aufgeben. Bei seiner Rückkehr nach Großbritannien wurde er als Held gefeiert und zum Ritter geschlagen. Am 14. Dezember 1911 erreichte der Norweger Roald Amundsen als erster Mensch den Südpol.

dpa

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