Papst soll Walliser Dörfern gegen Klimawandel helfen

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Papst Benedikt XVI. am 5. August bei der Generalaudienz in Castel Gandolfo bei Rom.

Fiesch - Die Bewohner zweier schweizer Dörfer möchten gegen den Klimawandel und den Schwund des Aletschgletschers beten. Dafür brauchen sie eine Sondergenehemigung von Papst Benedikt XVI.

Mit den Gebeten würden die Bewohner der Dörfer Dörfer Fieschertal und Fiesch im Wallis gegen ein über 300 Jahre altes Gelübde verstoßen. Die Dorfbewohner haben deswegen eine Audienz beim katholischen Kirchenoberhaupt beantragt.

Wie die Informationsstelle Wallis am Donnerstag mitteilte, haben die Bewohner von Fieschertal und Fiesch 1678 das Gelübde abgelegt, tugendhaft zu leben und zu beten, dass der Aletschgletschers nicht weiter wächst. Grund dafür waren das bedrohliche Vorrücken des Gletschers.

Um die Wirkung der Gebete während des Gletscherhöchststandes Mitte des 19. Jahrhunderts noch zu verstärken, wurde ab 1862 einmal jährlich eine Prozession veranstaltet. Inzwischen haben sich die Zeiten geändert - “es ist viel Eis geschmolzen“, wie es in der Mitteilung heißt.

Jetzt soll der Gletscher wieder wachsen und das “Katastrophen-Gelübde“ um den Beistand gegen den Klimawandel ergänzt werden. Die Entscheidung darüber liegt allerdings bei Papst Benedikt XVI. Die Fiescher und Fieschertaler hoffen, im September oder Oktober eine Audienz zu erhalten und sind zuversichtlich, dass Benedikt in ihrem Sinne entscheiden wird.

AP

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