Offenbar technisches Versagen bei U-Bahn-Unglück

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Bei der Kollision der Züge kamen neun Menschen ums Leben.

Washington - Nach dem tödlichen U-Bahn-Unglück in Washington häufen sich die Hinweise auf ein Versagen der Technik.

Die Ermittler konzentrierten ihre Untersuchungen am Dienstag auf zwei Fragen: Warum hat das Computersystem den auffahrenden Zug nicht rechtzeitig gestoppt? Und warum fuhr dieser Zug weiter, obwohl die Notbremse gezogen war?

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Bei dem Zusammenprall kamen am Montag neun Menschen ums Leben, mehr als 70 wurden verletzt. Zum Zeitpunkt des Unglücks wurde die U-Bahn in einem automatischen Modus gesteuert, stand also ganz unter Kontrolle des Computersystems. Die Zugführerin hatte nur noch die Aufgabe, die Türen zu öffnen und zu schließen sowie den Ablauf zu überwachen. In ihrem Betriebsabteil fanden Ermittler, dass der Schalter für die Notbremse betätigt war. Wann dies erfolgt sei, müsse noch untersucht werden, sagte Debbie Hersman von der Verkehrssicherheitsbehörde (NTSB).

Alle Züge der Washingtoner Metro fuhren am Dienstag zunächst vorsichtshalber im manuellen Betrieb, um eine mögliche Computer-Fehlsteuerung zu vermeiden. Kritische Blicke richteten sich aber auch auf das Alter der Züge, da die auffahrende U-Bahn zu den ältesten der Metro gehörte. Hersman sagte der Nachrichtenagentur AP, die NTSB habe schon 2006 gewarnt, dass diese alten Züge ersetzt werden sollten.

ap

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