Tod von Nigerias First Lady beim Fettabsaugen: Haftstrafe für Arzt

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Olusegun Obasanjo hatte sich im Oktober 2005 in einer Privatklinik im Nobel-Badeort Marbella einer Fettabsaugung unterzogen.

Málaga - Vier Jahre nach dem Tod von Nigerias First Lady Stella Obasanjo bei einer Schönheitsoperation in Südspanien ist der verantwortliche Arzt zu einem Jahr Haft verurteilt worden.

Ein Gericht in der südspanischen Hafenstadt Málaga ordnete außerdem ein dreijähriges Berufsverbot für den Chirurgen an. Zudem muss der Mediziner dem Sohn des Opfers 120 000 Euro Entschädigung zahlen. Das Gericht lehnte nach Presseberichten vom Dienstag allerdings die Forderung der Nebenkläger ab, nach denen der Arzt auch der Regierung von Nigeria eine Entschädigung zahlen sollte.

Die Frau des damaligen Präsidenten des bevölkerungsreichsten afrikanischen Landes, Olusegun Obasanjo, hatte sich im Oktober 2005 in einer Privatklinik im Nobel-Badeort Marbella einer Fettabsaugung unterzogen. Sie starb wenige Tage nach dem Eingriff im Alter von 59 Jahren. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Arzt nachlässig vorging und ihm mehrere Kunstfehler unterliefen. Es verurteilte den Mediziner wegen fahrlässiger Tötung. Da der Angeklagte nicht vorbestraft ist, wird die Haftstrafe automatisch zur Bewährung ausgesetzt. Olusegun Obasanjo war von 1976 bis 1979 sowie von 1999 bis 2007 nigerianischer Staatspräsident.

dpa

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